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Bejubelte Doppelpremiere der Weibsbilder

Bejubelte Doppelpremiere der Weibsbilder

Gleich zweimal vor ausverkauftem Haus spielte das Kabarett-Duo Weibsbilder alias Anke Brausch und Claudia Thiel am Freitag und Samstag in der Gerolsteiner Stadthalle Rondell. Mit ihrem Programm "Unbemannt - wir sind übrig" begeisterten sie ihr Publikum.

Gerolstein. (sn) Voller Erfolg für die Weibsbilder: Nach ihrem fast dreistündigen Programm "Unbemannt - wir sind übrig" riss es ihr Publikum förmlich von den Stühlen. Langer Applaus und zwei Zugaben - damit ging ein amüsanter Abend zu Ende.

Diesmal drehte sich alles um Singles. Während Anke Brausch (Zitat: "29 Jahre, fast neu und sehr intelligent") sich noch gute Chancen bei den Männern ausmalte, hatte Claudia Thiel, "vorzeigbar, gut anzusehen, mit Rubensfigur, Maße 86, 78, 106 - und das war nur das rechte Bein", doch eher einen schweren Stand. Auf einem Singletreff in der Provinz sollte der Traummann gefunden werden. Und man ahnte schon, das Publikum war mit von der Partie. "Das sind ja alles Ladenhüter", stellte Anke bei einem Blick in die Sitzreihen enttäuscht fest.

Da musste Gundula (Claudia Thiel) als VHS-Dozentin helfen. Sie empfahl allen Männern ihren Kurs "Wie werde ich der ideale Einkaufsbegleiter". Ganz einfach: "Mund halten, Ja sagen, Tüten schleppen." Da hatte es Klein-Tineke (Anke Brausch) schwerer. Die Erstklässlerin suchte für ihre Mutter einen neuen Mann. Das ging am besten musikalisch. Auch wenn der Unterricht der Comedy-Partnerinnen beim Opernsänger doch nicht zustande kam - bei ihren Gesangseinlagen haben sie sich dennoch gut entwickelt. Während Anke Brausch als kleine Rotzgöre ebenso wie als sexy unterkühlte Lady überzeugte, punktete Claudia Thiel als Eifelbäuerin aus Kalenborn-Scheuern.

So gut ihre Einzel-Auftritte in verschiedenen Rollen waren, umso besser waren sie zusammen auf der Bühne. Da wurde Tacheles geredet, kein Blatt vor den Mund genommen, und es wurde auch kräftig auf Kosten der anderen Possen gerissen. So empfahl Anke der vollschlanken Claudia eine Kontaktanzeige. "Schreib doch: Mein Auto hat Schlagseite, suche Gegengewicht." Dafür durfte Anke einen "Liebesbrief" entrollen in dem stand: "Versteck dich, heute ist Sperrmüll."

Überhaupt agierte das Duo erstaunlich textsicher und unaufgeregt. "Wenn wir mal nicht mehr sind, werden wir uns trotzdem vermissen", sagte Claudia Thiel als Oma am Schluss zu ihrer alten Freundin. Versöhnliche Worte, denn natürlich gingen die beiden auch an diesem Abend wieder leer aus.

Weitere Informationen und Tourdaten gibt es auch im Internet unter www.kabarett-weibsbilder.de