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Bender oder Thiel: Bürger haben die Wahl

Bender oder Thiel: Bürger haben die Wahl

Wer wird der neue oberste Repräsentant des Kreises Vulkaneifel: Frank Bender oder Heinz-Peter Thiel? Das entscheiden die Wähler am Sonntag. Wer die Bewerber in Aktion erleben will, hat dazu heute, Dienstag, 27. November, beim Kandidatenforum des Trierischen Volksfreunds Gelegenheit. Los geht es im Forum Daun um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Daun. Alois Gierden richtet sich darauf ein, heute Abend ein volles Haus zu haben: Als Hausmeister des Forums in Daun, wo um 19.30 Uhr das Kandidatenforum des Trierischen Volksfreunds (TV) beginnt, ist er für die Bestuhlung zuständig. Und auch er hat schon gehört, dass das Interesse daran, die beiden Bewerber um das Amt des Landrats, Frank Bender (CDU) und Heinz-Peter Thiel (parteilos) gemeinsam auf der Bühne zu erleben, groß ist.
Das war es auch 2007, als sich Amtsinhaber Heinz Onnertz und CDU-Herausforderer Gordon Schnieder den Schlagabtausch kurz vor der Wahl vor gut 600 Zuhörern in der Dauner Stadthalle lieferten. Mit ähnlich großem Publikum ist auch heute zu rechnen. Seit Tagen gibt es viele Anfragen an die TV-Lokalredaktion in Daun, wie das Forum abläuft, ob Sitzplätze reserviert werden können und anderes mehr. Deshalb werden im Folgenden grundsätzliche Fragen zur Wahl und zur heutigen TV-Veranstaltung beantwortet.

Warum wird gewählt?
Der Posten des Landrats muss neu besetzt werden, weil Amtsinhaber Heinz Onnertz (parteilos) am 31. März 2013 in den Ruhestand geht. Onnertz steht seit 1999 an der Spitze des Kreises. Damals setzte er sich im damaligen Kreis Daun gegen den CDU-Kandidaten Herbert Schneiders durch. 2007 wurde er im Amt bestätigt, sein damaliger CDU-Herausforderer war der Kreisvorsitzende Gordon Schnieder.

Wer tritt an?
Anders als bei den beiden bisherigen Direktwahlen 1999 und 2007 ist diesmal kein Bewerber dabei, der aus der örtlichen Kommunalpolitik kommt. CDU-Mann Frank Bender (52) ist seit dem Jahr 2000 Kreisdirektor im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein mit 280 000 Einwohnern. Er stammt aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Parteilose Heinz-Peter Thiel (49) ist in Prüm geboren und wohnt in Mürlenbach. Er ist seit 1979 Polizist, seit 2003 leitet er die Polizeiinspektion Daun.

Wer darf wählen?
Etwa 51.100 Bürger des Vulkaneifelkreises sind am 2. Dezember berechtigt, den neuen Landrat zu wählen. 2007 betrug die Wahlbeteiligung 47,6 Prozent. Wählen darf, wer 18 Jahre alt und seit mindestens drei Monaten seinen ersten Wohnsitz im Kreis hat. Wer sein Kreuzchen zuhause machen will, kann das per Briefwahl tun. Die Unterlagen müssen bei den Verbandsgemeindeverwaltungen beantragt werden.

Was erwartet die Bewerber beim TV-Forum?
Frank Bender und Heinz-Peter Thiel stellen sich heute den Fragen der TV-Redakteure Lars Ross und Stephan Sartoris. Aber auch das Publikum wird ausreichend Gelegenheit haben, die Kandidaten zu befragen. Vorgaben gibt es dabei nicht, selbstverständlich ist aber, dass die Fragen nicht unter die Gürtellinie gehen dürfen. Die Bewerber selbst haben "Hausaufgaben" bekommen: So werden sie gebeten, dem Kontrahenten jeweils drei Fragen zu stellen und eine Rede von höchstens vier Minuten Länge vorzubereiten. In der können sie dem Publikum erläutern, warum sie der geeignete Mann als neuer Landrat sind.

Können Plätze reserviert werden?
Nein, das ist nicht möglich. Es wird aber empfohlen, möglichst früh zu kommen. Die Zahl der Parkplätze rund ums Forum ist begrenzt, aber nur wenige Meter entfernt ist das Dauner Parkdeck mit reichlich Stellplätzen.

Gibt es einen Treffpunkt am Wahlabend für die, die live dabei sein wollen?
Kommandozentrale für die Wahl ist die Kreisverwaltung in Daun. Dort laufen die Ergebnisse aus den 152 Wahlbezirken in 109 Gemeinden zusammen. Wie bei den vergangenen Wahlen kann jeder das Einlaufen der Ergebnisse im Kreishaus (Mainzer Straße 25, Sitzungssaal 15) miterleben. Es ist direkt mit Schließung der Wahllokale ab 18 Uhr geöffnet. Wer nicht vor Ort sein kann, den informiert der TV am Sonntag online ( www.volksfreund.de ) über die Ergebnisse aus den Orten und natürlich über das Endergebnis. Alle Zahlen, Analysen, Kommentare und Stimmen zur Wahl gibt es auch in den Montag- und Dienstagausgaben des TV.

Kann es eine Stichwahl geben?
Ja, wenn der nicht sehr wahrscheinliche Fall eintritt, dass beide Bewerber gleich viel Stimmen erhalten. Dann wird am 16. Dezember noch einmal gewählt.

Extra

Bei der Landratswahl können sich die Bürger von Meisburg (Verbandsgemeinde Daun) zwischen zwei Kandidaten entscheiden, bei der am gleichen Tag stattfindenden Neuwahl des Ortsbürgermeisters gibt es dagegen nur einen Namen auf dem Zettel: den des ersten Beigeordneten Johannes Görgen. Der 45 Jahre alte Polizist will die Nachfolge von Dieter Klein antreten. Klein war seit 2004 Bürgermeister, hat sein Amt aber aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. sts