1. Region
  2. Vulkaneifel

Benefizläufer Wolfgang Schimmels läuft quer durch Gerolsteiner Land

Spendenaktion : 45-Jähriger läuft für Kitas quer durch Gerolsteiner Land

Bei dem, was Wolfgang Schimmels vor hat, geht es nicht um Extremleistungen. Ein Jahr lang widmet der Gerolsteiner seine Feierabend-Laufrunden den von der Corona-Pandemie gebeutelten Kindergärten im Gerolsteiner Land.

 Wolfgang Schimmels geht freudestrahlend auf seine Laufrunde. „Eben hat mich wieder jemand angesprochen wegen der Spendenaktion“, erzählt der 45-Jährige und läuft los in Richtung Büschkapelle. Ein Jahr lang, vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022, widmet Schimmels seine Feierabend-Joggingrunden den Kindergärten der Verbandsgemeinde Gerolstein. Im Freundes- und Bekanntenkreis, bei Unternehmen sowie über die Sozialen Medien unter dem Hashtag #laufschimmilauf macht er seine Aktion bekannt und bittet um Spenden.

Während des vergangenen Jahres habe er sich Gedanken gemacht, wem man helfen könne, wen die Corona-Einschränkungen besonders getroffen hätten, erzählt Schimmels. Selbst haben er und seine Frau keine Kinder, aber klar, die Jüngsten, die Kitas und Schulen nicht besuchen konnten, litten besonders. Aber auch die Einrichtungen selbst. „Es konnten ja keine Sommerfeste und so stattfinden, mit denen ein bisschen Geld eingenommen werden kann“, weiß Schimmels. So fehlt mancherorts das Kleingeld für kleinere Anschaffungen.

Fünfmal 250 Euro wollte Schimmels deshalb ursprünglich innerhalb eines Jahres für fünf Kitas sammeln. Ein Euro pro Lauf-Kilometer eines Jahres. An der Laufdistanz arbeitet er noch. Dieses Geld war bereits drei Wochen nach dem Start auf dem Spendenkonto (IBAN: DE26 5866 0101 0209 1004 46, Wolfgang Schimmels, Verwendungszweck: Spendenlauf) eingegangen.

Deshalb soll jetzt jede der 15 Kitas der Verbandsgemeinde Gerolstein-Hillesheim unterstützt werden. Seine Jahreslaufleistung werde er dafür aber nicht verdreifachen. Dann müsste er erst bei seinem Arbeitgeber um Arbeitszeitverkürzung bitten, entgegnet Schimmels lachend. Er will aber keinen Extremlauf starten. Es soll bei den geplanten 1250 Kilometern in zwölf Monaten bleiben. „Das sind 25 bis 30 Kilometer pro Woche. Bisher bin ich im Soll“, sagt der Hobbyläufer. Das ist neben Beruf und dem Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr auch schon eine Herausforderung für den spätberufenen Ausdauersportler. Fußball habe er lange gespielt, ja, „aber Laufen war nie meins“, erzählt Schimmels. Erst durch den Aufruf seines Arbeitgebers zur Teilnahme an einem Firmenlauf kam er vor gut fünf Jahren auf den Geschmack. Mittlerweile hat er sogar schon einmal die Halbmarathondistanz (21 Kilometer) absolviert. Schimmels nutzt die Spendenaktion nun auch um die unterschiedlichen Gegenden im Gerolsteiner Land zu erkunden. „Es gibt keine feste Route, die ich laufe“, sagt er. Der Stadtwald seiner Heimatgemeinde, auch mal hinauf zum Aussichtspunkt auf der Dietzenley, das Bolsdorfer Tälchen bei Hillesheim, es gibt viele Möglichkeiten, die Laufschuhe in der Eifel zu schnüren. Die Ausrüstung liegt deshalb griffbereit  im Auto des Immobilienspezialisten.