Benni und Babette schätzen Abstand

Benni und Babette schätzen Abstand

Auch in diesem Jahr wurde am Weinfelder Maar wieder ein Eselfohlen geboren. Der Naturschutzbund Daun bittet um angemessenes Verhalten den Tieren gegenüber.

Daun. Im Rahmen des Projekts "Dauner Maarlandschaft" beweiden einige Esel und eine Ziegenherde das Gelände am Weinfelder Maar.
Wie der Vorsitzende des Nabu Daun, Sepp Wagner, erklärt, fühle sich der Umweltverband dem Projekt besonders verbunden. Damit die Begegnungen von Mensch und Tier ungestört verlaufen, bittet der Nabu die Besucher um ein richtiges Verhalten den Tieren gegenüber.
Anders als in einem Streichelzoo seien die Tiere im Maarbereich gewohnt, selbst zu bestimmen, wie weit sie Menschen an sich heranlassen. Dies gelte besonders für die Eselstute Babette mit ihrem neugeborenen Fohlen Benni. Annäherungen an das Fohlen weckten die beschützenden Mutterinstinkte der Stute. Sepp Wagner: "Diese Instinkte veranlassen die Stute automatisch, ihr Fohlen gegen vermeintliche Angreifer - als solche betrachtet die Stute Menschen, die ihrem Fohlen zu nahe kommen - zu schützen. Zum Vorteil von Mensch und Tier sollten sich Besucher daher besonnen verhalten und die Tiere nur aus einer gebührenden Distanz beobachten."
Derzeit befinde sich das Fohlen noch auf den Weiden vom Partnerbetrieb Naturschutz des Landwirts Leo Kordel am Weinfelder Hof. Dort warte es zusammen mit seiner Mutter auf das Implantieren eines Chips, seines "Ausweises", der für jeden Esel vorgeschrieben sei.
Bald würden sich die Maarbesucher aber nicht nur an der deutlich vergrößerten Ziegenherde, sondern auch an dem mit seiner Mutter frei herumlaufenden Benni erfreuen können. red

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