"Berlin ist weit"

Ein neues Segment für die Regionalmarke Eifel ist eröffnet: Die Volksbank RheinAhrEifel erfüllt als erster Finanzdienstleister die Kriterien.

Daun. (ako) Für die Kunden werde sich nichts ändern, erläuterte Vorstandsmitglied Elmar Schmitz bei der Vertragsunterzeichnung. Es gehe vielmehr um eine Unterstützung der regionalen Wirtschaft und Kultur sowie um ein "deutliches Zeichen der Identifikation mit der Heimat" im internationalen Wettbewerb der Standorte. "Wir haben als genossenschaftliche Bank ein opportunes Interesse an der Steigerung der Lebensqualität und des Einkommens der Menschen hier, nicht am Transfer der Liquidität an internationale Finanzplätze", sagte Schmitz und ergänzte, es gehe um eine notwendige Bewusstseinsveränderung, die Produkte und Dienstleistungen, die innerhalb der Heimatregion geboten werden, stärker zu nutzen und wahrzunehmen. Roger Graef, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, betonte für die Regionalmarke Eifel, dass angesichts der demografischen Entwicklung kein Weg daran vorbei führe, das Wir-Gefühl in der Eifel zu unterstützen: "Berlin ist weit. Wir brauchen hier ein solides Netzwerk." Mit der Regionalmarke habe man die Chance, jenseits von Landes- und Kreisgrenzen einen erfolgreichen einheitlichen Wirtschaftsraum Eifel zurückzugewinnen.So reiht sich nun die Dienstleistung des Kreditinstituts ein in zertifizierte landwirtschaftliche, handwerkliche und touristische Angebote. Gespräche mit weiteren Banken und Sparkassen in der Eifel seien im Gange, um das neue Finanz-Segment mit dem Eifel-Emblem auszubauen. Die Teilnahme des Regionalmarktes Mayen der Volksbank RheinAhr-Eifel sei bereits in Aussicht, schilderte deren Vorstandsvorsitzender Bernhard Kaiser den Stand der Überlegungen.