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Bernhard Jüngling zum Beauftragten für die VG Hillesheim bestellt

Kommunalpolitik : Hillesheimer Chef: Ein Mann, zwei Jobs

Der bisherige Erste Beigeordnete ist bis Ende des Jahres als Beauftragter Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hillesheim bestätigt.

An sich ist die Ernennung nur noch eine Formalie, denn Bernhard Jüngling (CDU) führt die Amtsgeschäfte bereits seit Dezember. „Dass Herr Jüngling diese Aufgabe bisher unter einer großen Doppelbelastung wahrgenommen hat, ist ihm nicht hoch genug anzurechnen“, sagt Landrat Heinz-Peter Thiel, der an der Verbandsgemeinderatssitzung in Hillesheim teilnimmt.

Jüngling, dessen Bestellung zum Beauftragten Bürgermeister der VG Hillesheim von der Kommunalaufsicht sehr befürwortet wurde, ist im Hauptberuf büroleitender Beamter der Adenauer-Verwaltung und dort unabkömmlich.

„Nach Gesprächen mit dem dortigen Bürgermeister Guido Nisius, Vertretern des Innenministeriums und mir konnten wir eine Teilzeitlösung erreichen“, berichtet der Landrat. Jüngling wird bis Ende des Jahres zwischen Adenau und Hillesheim pendeln – sein Dienstherr stellt ihn für die Aufgaben als Bürgermeister zeitweise frei.

„Für die Unterstützung bin ich Herrn Nisius und den Kollegen in Adenau sehr dankbar“, sagt Jüngling, der auch Ortsbürgermeister in Nohn ist. Auch in Hillesheim soll der 52-Jährige so weit wie möglich entlastet werden: Die Beigeordneten Dieter Demoulin und Jakob Blum vertreten den Beauftragten in Abwesenheit.

Der Verbandsgemeinderat bestellt Bernhard Jüngling einstimmig und in offener Wahl zum Beauftragten Bürgermeister bis zum 31. Dezember: Damit verliert er seine Mandate im Haupt- und Finanzausschuss und als Fraktionsvorsitzender der CDU.

Beide Posten gehen nach vorheriger Beratung der CDU-Fraktion an Hans-Jakob Meyer aus Oberbettingen. „Für unsere Fraktion ist die Bestellung Jünglings die ideale Lösung“, sagt Meyer. „Ein externer Beauftragter müsste sich erst monatelang einarbeiten – dafür ist das Jahr zu weit fortgeschritten.“ Der neue Bürgermeister verstehe es, Brücken zu bauen und die Mitarbeiter mitzuziehen - „und das brauchen wir jetzt, es gibt in diesem Jahr noch einiges zu tun“.

„Bernhard Jüngling hat bisher hervorragende Arbeit geleistet und ist darüber hinaus durch die Kommunalwahl 2014 demokratisch legitimiert – also der denkbar geeignetste Kandidat“, sagt Heinz-Peter Thiel und richtet einen Wunsch an den gesamten Verbandsgemeinderat: „Auch wenn das Jahr kurz erscheint und im Zuge der Kommunal- und Verwaltungsreform die Fusion mit Gerolstein und der Oberen Kyll ansteht: Richten Sie den Fokus bitte nicht nur auf die Alltagsgeschäfte, helfen Sie, eine Vision für das gesamte Kylltal mitzuentwickeln.“