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Besondere Bestattungsform auf dem Friedhof in Feusdorf

Bestattung : Hochbeet als neue Bestattungsvariante

Großes Interesse an der besonderen Bestattungsform auf dem Friedhof in Feusdorf.

Schon seit geraumer Zeit ist ein Wandel in der Begräbniskultur feststellbar: War bis vor einigen Jahren noch der Sarg erste Wahl, ist das längst von den Urnenbestattungen überholt worden. Eine Entwicklung, der auch die Gemeinde Feusdorf Rechnung trägt. Sie bietet zwar immer noch die klassische  Erdbestattung, aber natürlich auch schon länger Urnenbestattungen. Und nun wird  die Vielfalt der Bestattungsformen auf dem Feusdorfer Friedhof um eine Variante reicher.

Was Aufmerksamkeit auf sich zieht: „Viele Bürgerinnen und Bürger fragen nach dem Bauwerk mitten auf unserem Friedhof“, berichtet Ortsbürgermeister Franz-Josef Hilgers. Das Interesse zielt auf das sogenannte Urnenhochbeet. Warum hat sich die Gemeinde dafür entschieden? Hilgers: „Ich habe ein solches Hochbeet in Köln gesehen und gedacht, das könnte auch was für uns sein.“ Und stand mit der Einschätzung nicht allein da: Aus der Idee ist Realität geworden. „Der Grund, warum wir das Urnenhochbeet auf bereits vorhandenen und abgelaufen Grabstellen gebaut haben, ist, dass wir die frei werdenden Flächen des Friedhofes nicht ganz brachliegen lassen wollen. Weitere Erdbestattungsgräber werden eingeebnet und der Urnenfeld-Bereich immer größer.“

Das neue Urnenhochbeet ist mit Basaltsteinen bis zu einer Höhe von 70 Zentimetern mit einer leichten Wölbung erstellt worden. Das Beet ist etwa 5,50 Meter lang und hat eine Breite von etwa 1,20 Meter. Die Kapazität des Beets: insgesamt 32 Urnengrabstellen mit bis zu 64 Urnenbelegungen. „Wird ein Doppelgrab bestellt, wird die erste Urne in einer Tiefe von 1,20 Metern beigesetzt und die zweite Urne dann zu einem späteren Zeitpunkt obendrauf in 80 Zentimetern Tiefe“, erläutert Hilgers, „für jeden Verstorbenen wird auf der Abschlussplatte vor dem Urnengrab ein graviertes Edelstahlschild angebracht.“

Die Gemeinde schafft nun eine weitere Möglichkeit der Urnenbestattung, mit blühenden Blumen und Pflanzen und der Möglichkeit, ein Grablicht aufzustellen. „Damit bieten wir denen eine neue Bestattungsform, für die ein Wiesengrab ohne Blumenschmuck zu eintönig ist“, sagt Hilgers. Er berichtet, dass  auch schon von außerhalb des Orts Interesse bekundet worden sei, ob eine solche Bestattung in Feusdorf möglich sei. Antwort: „Ja, das ist möglich.“

Das neue Urnenhochbeet solle, sagt Hilgers, wenn es von der Bürgern angenommen werde, ein weiteres Mal gebaut werden, mit einer Ruhebank in der Mitte und neuen anzupflanzenden Bäumen.