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Beten mit den Füßen

Hillesheim/Lissendorf. Der Plan des Organisatorenteams unter Leitung von Reimund Simonis (Lissendorf) steht: Die Maria-Hilf-Prozession von Hillesheim nach Koblenz geht vom 13. bis 15. Mai.

Hillesheim/Lissendorf. Die Fußwallfahrt der Maria-Hilf-Bruderschaft beginnt am Montag, 13. Mai, um 6 Uhr mit einer Andacht in der St.-Martin-Kirche Hillesheim. An der Strecke des ersten Wallfahrtstages liegen Walsdorf, Zilsdorf, Dreis und Kelberg.
Das Etappenziel ist Boos, wo die Möglichkeit zur Übernachtung besteht oder von wo aus mit dem Bus nach Hause zurückgefahren werden kann.
Am zweiten Tag, Dienstag, 14. Mai, wird von Boos über Mayen nach Ochtendung gepilgert. Auch für Ochtendung gilt: Übernachtungsmöglichkeit oder Rückfahrgelegenheit. Am Mittwoch, 15. Mai, geht es von Ochtendung über Rübenach nach Koblenz zum feierlichen Hochamt in die Maria-Hilf-Wallfahrtskirche. An diesem Tag fahren zusätzliche Busse aus der Region Hillesheim und Kelberg nach Koblenz. Wer sich in Rübenach der Prozession anschließen möchte, kann den Bus verlassen; die übrigen fahren direkt zur Kirche. Auch für die Rückfahrt bis Hillesheim werden Busse eingesetzt.
An allen Tagen wird die Prozession von einer Musikkapelle mit 30 bis 35 Aktiven begleitet. Zum Ausklang der Wallfahrt wird am Mittwoch nach dem Pilgerhochamt noch eine Fahrt nach Schönstatt (Mittagessen, Andacht, Besuch des Urheiligtums) angeboten.
Bei der 168. Fußwallfahrt von Hillesheim nach Koblenz waren im Jahr 2012 200 Pilger am ersten Tag, 185 am zweiten, 260 am dritten Tag dabei. bb
Kontakt und weitere Informationen: Reimund Simonis, Lissendorf, Telefon 06597/3566, E-Mail: Simonis.E@
t-online.de.
Extra

Geschichte der Maria-Hilf-Bruderschaft: Not und Kummer trieben im Jahre 1844 einige Hillesheimer Männer dazu, eine Wallfahrt nach Koblenz zu unternehmen. Seit dieser Zeit wird ohne Unterbrechung gepilgert. Im Laufe von 168 Jahren ist die inzwischen auch im Umland gewachsene Faszination um ein Vielfaches angestiegen. "Besonders ab dem Jahre 1960 wuchs die Pilgerschar kontinuierlich, so dass wir eine Teilnehmerzahl bis zu 180 ab Hillesheim haben, weitere Pilger stoßen in den Dörfern hinzu", erzählt Raimund Simonis, zweiter Vorsitzender. Er organisiert seit mehr als 25 Jahren die Busse. Sie werden für Pilger, die zu Hause schlafen, sowie für den Rücktransport am letzten Tag eingesetzt. Musiker aus mehreren Kapellen begleiten die Prozession. Etliche Teilnehmer haben auf der dreitägigen, 93 Kilometer langen Fußprozession seit Jahrzehnten feste Übernachtungsziele in Boos und Ochtendung mit familiären Bindungen. bb