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Betreutes Wohnen für Menschen mit Pflegestufe startet in Gillenfeld

Betreutes Wohnen : Die Pulvermaargemeinde bekommt ein neues Wohnprojekt

Die Pläne liegen vor. Bald kann der Neubau für eine Pflegewohngruppe errichtet werden.

(lyv) Der Florinshof in Gillenfeld ist bereits ein Vorzeigeobjekt für ein Wohnprojekt im Alter, zukünftig sollen auch Menschen mit einem höheren Pflegegrad sich in der Pulvermaargemeinde wohlfühlen und integriert werden. Das Land Rheinland-Pfalz hat mit dem Projekt „WohnPunkt RLP Wohnen mit Teilhabe“, an dem sich auch Dörfer im ländlichen Raum beteiligen konnten, dazu einen Anreiz gegeben. Intensive Begleitung von der Planung bis zur Betreuung vor Ort inklusive. Bedingung der Projekte ist, „dass sie den Bewohnern Selbstbeteiligung und Mitspracherechte bieten, bei individuellen Einschränkungen Ausgleich und Unterstützung ermöglichen und die soziale Einbindung fördern, indem sie zum Beispiel Angehörige oder ehrenamtliche Nachbarschaftshilfen in die Organisation einbinden“, steht auf der Homepage der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz.  

Nachdem der Bedarf einer Pflegewohngruppe in Gillenfeld feststand, war die Grundlage geschaffen worden, sich an dem Projekt zu beteiligen. Im Januar vergangenen Jahres wurden dann die Verträge mit Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichten­thäler für das Modell unterzeichnet und damit die Moderation zur Erarbeitung der Grundlagen gesichert.

In einer zweiten Phase hätte die Gemeinde einen geeigneten Standort, einen Investor und Betreiber finden sollen. „In Gillenfeld war das aber schon alles geklärt“, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schlifter. Ein Investor, den er noch nicht nennen will, ist gefunden und die Caritas hat zugesagt, das Wohnmodell zu betreiben. Realisiert wird das Projekt im jetzigen Pfarrheim in der Schulstraße. Das werde abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau hochgezogen, in dem zwölf Personen mit einem höheren Pflegegrad in je einem Zimmer wohnen sollen, erklärt Schlifter (der TV berichtete). Ein Gemeinschaftsraum und Küche gehören zum Projekt dazu. Die Fleckstuff und die Bücherei, die sich im Untergeschoss des Gebäudes befinden, werden ebenso wieder ihre neuen Räume dort beziehen können. Nun muss sich der Investor nur noch mit der Kirchengemeinde und der Diözese auseinandersetzen, ob er das Grundstück kaufen oder pachten kann. Fest steht allerdings schon jetzt, dass ein Gruppenraum als Ersatz für das Pfarrheim in das neue Gebäude integriert werden muss. Der Plan für den Neubau liegt schon vor, wenn die noch bestehenden Unklarheiten beseitigt sind, könnte es losgehen.