Betriebsklima muss weiterbestehen wie bisher

Betriebsklima muss weiterbestehen wie bisher

Josef Rauen ist zum neuen Ortsvorsteher von Gerolsteins Stadtteil Michelbach ernannt und vereidigt worden. Um den Posten des Stellvertreters ist lange diskutiert worden.

Gerolstein. (vog) Im vierköpfigen Michelbacher Ortsbeirat scheint viel Dampf drin zu sein. Beispiel: Die Wahl des Stellvertreters des Ortsvorstehers Rauen als neuer Ortschef blieb bei der Wahl außen vor. Alexandra Jansen-Hoffmann wurde von Heinz Käb für den Vizeposten vorgeschlagen. Irritiert reagierte Horst Gibalowski. Nach einem kurzen Wortwechsel unterbrach Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schwartz die Sitzung im Gerolsteiner Rathaus "für zwei Minuten". Die drei Ratsmitglieder gingen auf den Flur und debattierten. Nach mehreren Aufforderungen betraten sie nach einer halben Stunde wieder den Sitzungssaal. Es blieb bei Käbs Vorschlag. Alexandra Jansen-Hoffmann wurde mit zwei Ja-Stimmen und einer Enthaltung zur stellvertretenden Ortsvorsteherin gewählt. Gibalowski meinte zum Disput: "Als neues Ratsmitglied habe ich eine vorherige Absprache erwartet. Rauen als erfahrenes Ratsmitglied hätte versuchen müssen, seine Mannschaft hinter sich zu bringen." Er selbst habe den Posten nicht haben wollen. "Wir haben alle vier kein Parteibuch, und deshalb gibt es ja da keine Zwänge. Gerade deshalb sind gemeinsame Absprachen wichtig", meint Gibalowski.Die Wahl des Ortsvorstehers mitten in der Wahlperiode war nötig geworden, weil Alfred Mertes im Januar seine Position verärgert aufgab. Rauen wurde mit 63,5 Prozent gewählt. Der 54-jährige Malermeister ist seit 1984 im Ortsbeirat und war zwei Wahlperioden stellvertretender Ortsvorsteher. Für die 128 Einwohner des Gerolsteiner Stadtteils Michelbach agiert er sehr vorsichtig: "Wir sind abhängig von der Stadt, und deshalb muss das Betriebsklima so weiterbestehen wie bisher." Den Bau einer Einsegnungshalle und Reparaturen auf dem Spielplatz stehen als nächstes auf dem Programm.