Bibliotheken bangen um ihre Zukunft: Treffen aller ehrenamtlichen Mitarbeiter zum Informationsaustausch im Landkreis Vulkaneifel

Bibliotheken bangen um ihre Zukunft: Treffen aller ehrenamtlichen Mitarbeiter zum Informationsaustausch im Landkreis Vulkaneifel

In den letzten Jahren hat sich vieles geändert: Ehrenamtlich geführte Büchereien mussten schließen, die Etats für Neuanschaffungen sind zu gering und es wird immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden.

Daun/Gerolstein. Das Bibliothekswesen, auch im Landkreis, ist im Umbruch. Als die Kreisbibliothek 1989 eröffnete, gab es noch 33 ehrenamtlich geleitete Bibliotheken. Die Zahl ist auf heute 18 geschrumpft. Die Etats, um neue Medien anzuschaffen, sind zu gering oder erst gar nicht vorhanden. Es wird immer schwieriger Mitarbeiter, zu finden, die sich in Bibliotheken engagieren.
Aber gerade das aktuelle Medienangebot, ausreichende Öffnungszeiten und Veranstaltungen entscheiden über die Nutzung einer Bibliothek. Auch bei den Schulbibliotheken ergeben sich Probleme. Häufig wechselndes Personal erfordert ständiges neues Einarbeiten von Mitarbeitern, und der hohe Arbeitsanfall einer funktionierenden Schulbibliothek ist häufig nicht mit dem zur Verfügung stehenden Personal und entsprechenden Arbeitsstunden zu erledigen.
Gerade in den ländlichen Gebieten mit kleinen Ortschaften und dem Problem sinkender Einwohnerzahlen können Bibliotheken neben der Literaturversorgung wichtige Treffpunkte und Kommunikationszentren für die Bürger sein und auch mit Veranstaltungen das Leben in den Orten attraktiver machen.
Bei dem Treffen in der Kreisbibliothek, an dem Mitarbeiter von ehrenamtlich geführten Bibilotheken im Landkreis teilnahmen, wurde deutlich, dass neben den gebotenen Hilfestellungen auch Kooperationen der Bibliotheken untereinander die Arbeit erleichtern. Diese Kooperationen werden in einigen Bereichen des Landkreises Vulkaneifel schon betrieben. Positiv aufgenommen wurde auch die Tatsache, dass die Veranstaltung im Landkreis stattfand. Viele Informationsveranstaltungen für Bibliothken gibt es nämlich nur weiter weg in Koblenz oder Mainz. red

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