Birresborn feiert im Wald

Birresborn feiert im Wald

Den Wald als Naturerlebnis und als Wirtschaftsfaktor konnten die Besucher des Waldfestes in Birresborn erleben. Etliche Hundert Gäste waren zu der 1250-Jahr-Feier des Ortes mitten im Wald gekommen. Sie konnten sich an 25 Stationen informieren, mitspielen oder essen und trinken.

Forstwirtschaft früher und heute: Während Pauline Vreeken mit ihrem Holzrückepferd (Bild oben) demonstriert, wie damals im Wald gearbeitet wurde, informieren Forstleute (Bild unten) die interessierten Besucher, wie heutzutage Holz geschlagen und bearbeitet wird. TV-Fotos: Alwin Ixfeld (3).

Birresborn. Die Kylltalgemeinde liegt mitten im Wald. Als Wirtschaftsfaktor spült dieser Wald Geld in die Gemeindekasse und ist gleichzeitig Erholungsgebiet für Einheimische und Touristen. Deshalb war es naheliegend, die Jubiläums-Feier als Waldfest zu feiern. Vor 1250 Jahren wurde Birresborn zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In Anspielung darauf forderte Landrat Heinz-Peter Thiel die Birresborner auf: "Pflegen sie ihren Ort als Geschenk, es ist eine besondere Ehre und Würde, hier leben zu dürfen."
In enger Zusammenarbeit mit dem Gerolsteiner Forstamt hat die Gemeinde ihr Waldfest monatelang vorbereitet. Rund 250 Helfer waren dabei im Einsatz. "Wir wollen unsere Natur zeigen, in der und von der wir leben", begründete Ortsbürgermeister Michael Zander die Idee, mitten im Wald zu feiern. Als Symbol für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde überreichten Landrat Thiel und Verbandsgemeindebürgermeister Matthias Pauly einige Baumschösslinge an die Gemeinde. Darunter auch drei Abkömmlinge von zwei alten Kiefern, die als Naturdenkmäler Adam und Eva zum Birresborner Wald gehören.
Wer sich das gesamte Waldfest ansehen wollte, brauchte Zeit, wetterfeste Kleidung und gute Schuhe. Denn auf einem Rundweg von mehr als drei Kilometern Länge hatten die fleißigen Helfer 25 Stände aufgebaut. Hier gab es neben reichlich Informationen über den Wald auch Vorführungen. Moderne Holzerntemaschinen arbeiteten neben den Holzrückepferden von Pauline Vreeken und ihrem Mann Jozef Havrila-Vreeken aus Habscheid. Wer wollte, konnte sich im Bogenschießen üben, beim Lohschälen und beim Schnitzen mit der Motorsäge zuschauen. Kinder und Eltern konnten ihren Blick für die Natur in der mobilen Waldschule schärfen. Auch wenn das Wetter nicht mitspielte, war das Waldfest ganz offensichtlich ein Anziehungspunkt für etliche Hundert Besucher.

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