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Bleibt Inzidenz unter 100 können Freibäder in der Vulkaneifel öffnen

Freizeit : Die Freibäder im Vulkaneifelkreis sind betriebsbereit

Falls die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Vulkaneifel unter 100 bleibt, können die Badebetriebe am Mittwoch, 2. Juni, öffnen. Einige Unklarheiten gilt es vor dem Saisonstart im zweiten Corona-Jahr aber noch zu beseitigen.

Ein Kopfsprung ins Wasser ist an heißen Tagen Vergnügen pur. Zurzeit ist zwar kein Sommer in Sicht, doch die Betreiber der Freibäder sind startklar, auch an den Maaren wurden in den vergangenen Wochen entsprechende Vorbereitungen getroffen. Unsere Zeitung hat bei den Betreibern nachgefragt, wie die Chancen stehen, während der hoffentlich bald anrückenden Warmfront einen Freibad-Besuch genießen zu können.

„Wir haben uns, wie immer, auf eine Öffnung Anfang Mai vorbereitet“, sagt Valentin König, der für die Anlage der Stadt Gerolstein zuständig ist. Somit sei das Bad bereits besuchsreif – jedoch erfolge die Freigabe erst am 2. Juni. „Ich rechne damit, dass die Corona-Verordnungen gelten werden, die wir bereits aus dem vergangenen Jahr kennen“, sagt König. Damit seien er und seine Kollegen gut gefahren, es habe viele positive Rückmeldungen aus den Reihen der Besucher gegeben.

„Eines werden wir in diesem Jahr aber ändern müssen“, erklärt König. „Die digitale Buchung über die Website werden wir nicht mehr anbieten.“ Der Hintergrund: Zu viele Leute hätten sich angemeldet und Schwimmzeiten reserviert, seien dann aber nicht gekommen. „Damit wurden diese Zeiten anderen Besuchern genommen“, sagt König.

Vorgesehen sei es, dass sich die Badegäste ab dem 2. Juni mit der Luca-App an der Kasse registrierten - wer diese Möglichkeit nicht habe, könne sich weiterhin analog, also in schriftlicher Form erfassen lassen. Unsicherheiten bezüglich der geplanten Öffnung gebe es aber doch noch: „Ich habe in einem Telefonat mit dem Gesundheitsamt erfahren, dass Änderungen der Corona-Auflagen bis zur letzten Minute möglich sind“, erzählt Valentin König.

Da hätten sich Bundes- und Landesregierung aber weit aus dem Fenster gelehnt, schimpft Karl-Heinz Schlifter, Ortsbürgermeister von Gillenfeld. Seine Gemeinde ist für die Freibadanlage am Pulvermaar zuständig und hat einige Vorbereitungen getroffen, damit der Badebetrieb ab dem 2. Juni möglich wird.

„Über die dann geltenden Rahmenbedingungen wissen wir aber noch gar nichts“, sagt Schlifter. Den Betrieb unter den Voraussetzungen des vergangenen Jahres könne die Gemeinde leisten. „Zu normalen Zeiten hatten wir rund 1000 Besucher täglich, 2020 konnten wir lediglich ein Drittel zulassen. Das bringt selbstverständlich Einnahmeverluste mit sich.“

Ungeklärt sei noch, inwieweit sich der Einsatz der Rettungsschwimmer des DLRG Ortsvereins Gillenfeld realisieren ließe. „Dessen Mitglieder sind auch in der Corona-Testzentrale in Gillenfeld im Einsatz. Die Frage ist, ob die Kapazitäten reichen, auch am Pulvermaar für die Sicherheit der Badegäste zu sorgen.“

Die Öffnung des Freibads am 2. Juni sei in Kelberg noch fraglich, sagt Willi Schmitz von der Verbandsgemeindeverwaltung. „Wir sind seit gestern mit den Vorbereitungen beschäftigt, wissen aber noch nicht, wie schnell wir vorankommen“, berichtet Schmitz. Das Problem sei die Chlor-Anlage, die nur ein Fachunternehmen bestücken dürfe.

„Da dürfen unsere Mitarbeiter nicht dran, das ist zu gefährlich“, sagt Schmitz. Und da nun ja alle Freibäder zum gleichen Zeitpunkt öffneten, könne es sein, dass die erforderliche Chemikalie knapp sei. Er habe zudem die Information, dass der Städte- und Gemeindebund neue Hygienevorschriften für die Freibäder vorbereite, sagt Willi Schmitz. „Aber die liegen uns bis dato nicht vor.“

Friedhelm Marder, Bürgermeister der Stadt Daun, ist für den Betrieb des Natur-Freibads am Gemündener Maar zuständig. Auch er bemängelt, dass ein Hygienekonzept des Landes noch nicht vorliege. „Aber die Arbeiten vor Ort sind getan, wir haben beispielsweise die Fläche ausgemessen, um auf eventuelle Beschränkungen der Besucherzahlen reagieren zu können“, sagt Marder. Am 2. Juni könne geöffnet werden, so der Bürgermeister.

„Dazu haben wir ein neues Internet-Tool an den Start gebracht. Jeder Gast, der bucht, muss auch gleich bezahlen.“ Denn auch am Gemündener Maar sei es zu der Situation gekommen, dass Schwimmzeiten online bestellt wurden, die Besucher aber nicht erschienen seien. „Damit haben sie selbstverständlich andere Gäste geblockt, das ist somit nicht mehr möglich“, sagt Marder. Es bliebe aber darüber hinaus bei der analogen Anmeldung für alle, die die Möglichkeit, sich digital anzumelden, nicht hätten. „Die Gäste können sich vor Ort weiterhin schriftlich registrieren.“