Böse Absichten hinter Drohnenflug?

Krankenhaus Gerolstein : Nach Drohnenflug: Kliniksprecher appelliert an Vernunft

Eine Drohne hat am Sonntagabend in Gerolstein für Aufregung gesorgt. Jemand hatte das Fluggerät verbotenerweise über dem Krankenhaus fliegen lassen. Nach einem Vorfall im April ist es das zweite Mal, dass eine solche Maschine nahe der Einrichtung gesichtet wurde.

Deswegen ermittelt die Polizei.

Bei der Trägerin des Krankenhauses, der Marienhaus GmbH, war über Pfingsten nichts zu hören. Dienstags meldet sich Pressesprecher Heribert Frieling aber zu Wort.

Neue Erkenntnisse über die Drohne oder den Piloten gebe es nicht, schreibt Frieling. Der Unternehmenssprecher glaubt aber offenbar nicht, dass dieser böse Absichten verfolgt hat. Es habe bestimmt nur jemand „einen markanten Punkt im Stadtbild anvisieren“ wollen: „Dass dies das Krankenhaus war und sich Patienten, Angehörige, Besucher und Mitarbeiter womöglich gestört und in ihrer Privatsphäre beeinträchtigt gefühlt haben könnten, wird derjenige gar nicht auf dem Schirm gehabt haben.“ Während die Polizei den Drohnenflug als „Verletzung des höchst persönlichen Lebensbereiches“ einstuft, appelliert Frieling lieber an die Vernunft des Piloten: „Wir möchten Drohnen-Piloten eindringlich bitten, Gebäude wie Krankenhäuser bei ihren Flügen auszusparen.“

Das ist ja auch  verboten: Kliniken, Flughäfen, Militäranlagen, Gefängnissen und Kraftwerke sind Tabuzonen für Drohnen. Ebenso wenig erlaubt ist es, per Drohne Fotos von Menschen zu machen, die dem nicht zugestimmt haben.

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