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Bombenfund in Hillesheim - Innenstadt wird am Sonntag evakuiert

Evakuierung : Bombenfund in Hillesheim - Innenstadt wird am Sonntag evakuiert

Bei Baggerarbeiten auf einem Privatgrundstück an der Aachener Straße wurde Freitagmittag eine amerikanische Fliegerbombe entdeckt. Entschärft wird sie am Sonntag.

Aktuell ginge von der 125-Kilo-Bombe in einem Hinterhof der Aachener Straße keine unmittelbare Gefahr aus, meldet der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz. „Die Bombe befindet sich in einem abgesperrten Bereich, der Zugang ist nicht gestattet“, sagt Pascal Lenzen vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Gerolstein.

Kurz nach der Entdeckung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sei ein Krisenstab zusammengetreten, in dem die Feuerwehr, die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz, Vertreter der Stadt Hillesheim und der VG Gerolstein gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst (KMR) das weitere Vorgehen beraten.

Die Fundstelle: Unter dieser Erde liegt noch die Bombe, die am Sonntag entschärft werden muss. Foto: TV/Vladi Nowakowski

Ergebnis: „Die Entschärfung findet am Sonntag statt, bis neun Uhr morgens müssen die Einwohner der Innenstadt in einem Radius von 300 Metern um den Fundort evakuiert sein“, sagt Lenzen. 760 Anwohner aus 230 Haushalten müssen bis 9 Uhr am Sonntagmorgen evakuiert werden. „Die Zeitspanne der Entschärfung kann bis zu fünf Stunden dauern, um 14 Uhr sollte der Spuk vorbei sein“, sagt Marco Schneider, Wehrführer der Hillesheimer Feuerwehr.

Um 15 Uhr am Freitag schwärmen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Hillesheim und Wiesbaum gemeinsam mit Einsatzkräften des DRK Vulkaneifel aus, um alle Haushalte in Hillesheim über die Lage zu informieren.

„Es sind nun insgesamt 47 Leute unterwegs, klingeln an den Haustüren und beraten die Menschen“, berichtet der Wehrführer. Besonders die Menschen, die Sonntag früh ihre Häuser in der Innenstadt auf ungewisse Zeit verlassen sollen, brauchten Vorbereitung. „Sollten sie nirgendwo anders, bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, steht ihnen die Markthalle als Aufenthaltsort zur Verfügung.“

Die Markthalle, in der zurzeit eine Corona-Ambulanz eingerichtet ist, biete für den Notfall noch ausreichend Platz, sagt Marco Schneider. „Der Plan ist mit dem Kreis und der Verbandsgemeinde so abgesprochen. Selbstverständlich müssen sich die Menschen an Abstandsregeln und Maskenpflicht halten.

Außerdem werde für Bürgerinnen und Bürger, die nicht zur Markthalle gehen oder fahren könnten, steht ein Fahrdienst zur Verfügung. Zudem wurde ein Sorgentelefon eingerichtet (siehe Info).

Auch der Eifelsteig, der ein Stück weit durch Hillesheim führt, sei in der Zeit zwischen 9 und 14 Uhr gesperrt, heißt es in der Pressemitteilung der Verbandsgemeinde.

Die Evakuierungspläne werden nicht nur Anwohner in Hillesheim betreffen, sie haben auch Auswirkungen auf die Hotels der Beispielstadt: Sowohl die Gäste des Hotels Augustinerkloster als auch die des Krimihotels müssen ihre Zimmer am Sonntagmorgen für die Entschärfung verlassen. Die Hotelleitung will auf Anfrage keine Auskunft über den Ablauf der Evakuierung geben.

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