Bombenfund: Kein Einzelfall

Bombenfund: Kein Einzelfall

GEROLSTEIN. (bl) In der jüngeren Vergangenheit wurden mehrmals Bomben bei Bauarbeiten in Gerolstein gefunden. Ein Überblick.

FREITAG, 26. APRIL 2002: Um 15 Uhr wird auf einer Baustelle im Kasselburger Weg in der Nähe des Gerolsteiner Krankenhauses eine Zwei-Zentner-Fliegerbombe gefunden. Am Tag darauf, Samstag, wird die Bombe nachmittags entschärft. 400 Anwohner werden evakuiert, 130 Patienten des Krankenhauses in den hinteren Gebäudeteil gebracht. Mehr als 100 Helfer von Polizei, Deutschem Roten Kreuz und Feuerwehr sind im Einsatz. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes brauchen nur sieben Minuten zur Entschärfung. DONNERSTAG, 21. SEPTEMBER 2000: Eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am frühen Mittag auf der Baustelle an der Bundesstraße 410 in Gerolstein von Bauarbeitern entdeckt. Viele Anwohner in der Stadtmitte müssen ihre Häuser verlassen, Geschäftsleute ihre Läden dicht machen. Die Brunnenstraße unterhalb der Fußgängerzone und gegenüber dem Gerolsteiner Brunnen wird gesperrt, etwa 500 Leute in einem Radius von 300 Metern werden in Sicherheit gebracht. Um 19 Uhr gehen die Kampfmittelräumer in die heiße Phase. Um 19.39 Uhr melden sie erfolgreich Vollzug. 70 DRK-Helfer und 40 Feuerwehrleute sind im Einsatz. DIENSTAG, 1. APRIL 1997: Kein Aprilscherz für rund 300 Gerolsteiner. Sie müssen ihre Wohnung räumen, weil bei Baggerarbeiten in einem Neubaugebiet in der Nähe der Gerolsteiner Reithalle eine fünf Zentner schwere amerikanische Fliegerbombe entdeckt worden ist. Der Kampfmittelräumdienst braucht 15 Minuten zur Entschärfung.

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