Bongarder Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Bongarder Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Mit dem Gedanken "Farbe entfernen und gespannt sein" war im Juni mit der Innenrenovierung der Bongarder St. Agatha-Kirche begonnen worden (der TV berichtete). Inzwischen sind unter der 50 Jahre alten Leimbinderfarbe die schönsten neoklassizistischen Malereien ans Tageslicht gekommen. Nun werden sie neu gefasst.

Bongard. (bb) "Jeden Tag eine neue Überraschung", erzählt Malermeister Erwin Müsseler (Bongard) dem Trierischen Volksfreund von den Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten der zurückliegenden Wochen. "Ist das nicht herrlich?", fragt Pastor Klaus Kohnz und deutet auf das Dreifaltigkeits-Motiv im Chorraum, auf die Dornenkronen, Kreuze und Palmzweige am Triumphbogen und auf die pastellfarbenen Ornamente an der Decke. Vor einem halben Jahrhundert war die ursprüngliche neoklassizistische Ausmalung der im Jahr 1918 geweihten Kirche mit Leimbinderfarbe überstrichen worden. 1972 wurde weiße Dispersionsfarbe aufgetragen. Inzwischen war auch dieser Anstrich in die Jahre gekommen, es gab feuchtigkeitsbedingte Schäden im unteren Wandbereich. Und mit Zustimmung und finanzieller Unterstützung des Bistums wurde die Innenrenovierung in Gang gesetzt - ohne genau zu wissen, was sich unter dem schlichten weißen Anstrich verbirgt. Und während an diesem Nachmittag der Malergeselle Lukas Latten und der Auszubildende Max Näckel die letzten Farbfelder entfernen, geben die bisher freigelegten Flächen schon einen Eindruck davon, dass - so sagt Pastor Kohnz - "die Bongarder Kirche in einigen Monaten in wunderbarer Herrlichkeit erstrahlen" wird. Davon sei auch der Bistumskonservator Hans-Berthold Busse (Trier) überzeugt, erklärt der Pfarrer dem TV. Bei einem Ortstermin habe Busse Qualität und Rarität der ursprünglichen Ausmalung als äußerst wertvoll bezeichnet und der Kirchengemeinde geraten, sie vollständig restaurieren zu lassen. "Wird gemacht", sagt Klaus Kohnz und nennt als nächsten Schritt die Suche nach einer Fachfirma für Kirchenausmalungen. Diese soll zusammen mit dem örtlichen Malerbetrieb dem Kirchenraum ihren früheren Stil zurückgeben.