Boxberger bekommen Bürgerhaus

Boxberger bekommen Bürgerhaus

Die Arbeiten am neuen Bürgerhaus in Boxberg haben begonnen. Im vergangenen Jahr war das Gebäude durch einen Defekt an einem Kühlschrank abgebrannt. Voraussichtlich im August 2011 kann es wieder genutzt werden.

Boxberg. An die eiskalte Nacht vom 20. auf den 21. Dezember vergangenen Jahres und den Morgen danach werden sich viele Boxberger noch erinnern. Denn an diesem Tag bot sich den Einwohnern der Dorfs in der Verbandsgemeinde Kelberg ein Bild des Schreckens: Das Bürgerhaus war bis auf die Grundmauern abgebrannt. Ursache: ein elektrischer Defekt an einem Kühlschrank. Bereits damals war für die Boxberger klar: Das Bürgerhaus soll so schnell wie möglich wiederaufgebaut werden.

Seit gut zwei Wochen sind die Arbeiten nun im Gange - nach einigen Verzögerungen. "Der Architekt hatte noch viel andere Arbeit, und die ersten Auftragsvergaben erfolgten erst Anfang August", erklärt Ortsbürgermeister Werner Lenarz die Verspätung.

Inzwischen stehen aber die Außenmauern, und auch ein Teil der Innenwände ist bereits hochgezogen. Darüber sind auch die Boxberger froh: "Schön, dass es endlich losgeht. Ich freue mich schon auf das neue Bürgerhaus, wenn es im nächsten Jahr fertig ist", sagt Bernd Wagner.

Bis Ende Oktober wird die Baufirma mit allen Mauerarbeiten fertig sein, dann wird der Dachstuhl aufgesetzt und die Dacheindeckung beginnt. Die Aufträge für die Dachkonstruktion, die Dacheindeckung und die Fenster sind vergeben. Die Arbeiten für Verputz, Estrich, Elektro- und Sanitärinstallationen noch nicht. "Unser Ziel ist es, bis Ende des Jahres das Dach aufgesetzt zu haben, dass die Fenster drin sind und dann mit dem Innenausbau begonnen wird. Wir rechnen damit, dass wir im August oder September 2011 die Neueröffnung des Bürgerhauses feiern können", schätzt der Bürgermeister.

Ganz genauso wie das alte Bürgerhaus wird das neue allerdings nicht mehr aussehen. Da das Gebäude nur noch als Bürgerhaus genutzt wird, können einige Räume anders geplant werden. So wird aus dem einstigen Heizöllager ein neuer Geräteraum, und der Stuhllagerraum wird vergrößert.

Die Heizung findet dagegen in einer ehemaligen Toilette Platz. Aus Kostenersparnis wird auch eine Trennwand im großen Saal nicht mehr eingebaut, da sie im alten Haus nie benötigt wurde. "Das Haus war gut geplant, wir ändern praktisch nur Kleinigkeiten", erklärt der Bürgermeister.

Im nächsten Jahr werden dann noch die Erdbohrungen für die neue Erdwärmeheizung gemacht.

Die reinen Baukosten des Bürgerhauses liegen bei 612 000 Euro, die neue Heizung kostet 73 500 Euro, das Inventar 69 000 Euro, so dass sich Gesamtkosten von 754 000 Euro ergeben.

Der Bürgermeister geht davon aus, "dass wir mit dem Geld, das uns die Versicherung überwiesen hat, hinkommen".