Brand in Drahtfabrik: Wehr hat Feuer rasch im Griff

Feuerwehr : Wehr löscht Feuer in Drahtfabrik in Gerolstein

Glimpflicher als zunächst befürchtet ist ein Brand in der ehemaligen Drahtwarenfabrik in Gerolstein am Donnerstagvormittag ausgegangen. Wie die Polizei Gerolstein mitteilt, kam es kurz nach 10 Uhr durch Arbeiten mit einem Trennschleifer zum Ausbruch eines Feuers in einem Anbau der Industrieruine zwischen Lindenstraße und der Straße Am Auberg.

Das Feuer in dem Gebäude, das derzeit vom neuen Eigentümer für den Abbruch vorbereitet wird, griff auf die Dachbalken über. Die Arbeiter versuchten, das Feuer selbst zu löschen, was aber misslang. Daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert – unter anderen von einem Passanten, der bemerkte, dass Rauch aus dem Gebäude trat.

Gerolsteins Wehrleiter Thomas Baillivet berichtet: „Ein Trupp mit Atemschutz ist in das Gebäude vorgerückt und hat gesehen, das sechs Dachbalken brennen. Diese konnten rasch gelöscht werden. Zudem haben wir nach den Löscharbeiten mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern gesucht. Als alles klar war, sind wir nach etwa anderthalb Stunden wieder abgerückt. Letztlich war die Gefährdungslage nicht so schlimm wie zunächst anzunehmen war.“ Daher seien auch die ebenfalls alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Birresborn und Pelm noch während der Anfahrt wieder abbestellt worden.

Die Feuerwehr hat einen Brand in der Drahtfabrik in Gerolstein rasch gelöscht. Foto: TV/Roland Morgen

Im Einsatz waren laut Baillivet 15 Kräfte der Gerolsteiner und zwei Kräfte der Lissinger Wehr sowie eine Streife der Gerolsteiner Polizei. Es wurde durch den Brand und während des Einsatzes niemand verletzt, auch der Sachschaden hält sich nach Einschätzung der Polizei in Grenzen.

Die Stadt Gerolstein hat das Areal der ehemaligen Drahtwarenfabrik samt der Gebäude im Frühjahr dieses Jahres an der Stadtkyller Bauunternehmer Peter Backes verkauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Fakt ist aber: Der lässt das alte Fabrikgebäude auf eigene Kosten abreißen und entsorgen und will das Areal neu bebauen. Im Gespräch war, das dort ein neues Domizil für den Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein entstehen könnte, da der LBM aus dem bisherigen Gebäude in der Brunnenstraße so schnell wie möglich ausziehen möchte (der TV berichtete).

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