"Bredder-Tredder" weiter auf Erfolgskurs

"Bredder-Tredder" weiter auf Erfolgskurs

DUPPACH. (git) Die Schauspieler des noch jungen Theatervereins "Bredder-Tredder" Duppach feiern seit 2002 mit ihrem Mundart-Theater große Erfolge.

Begonnen hat alles damit, dass sich die Landfrauen Duppach zu ihrem 25-jährigen Bestehen im Jahr 2000 ein Theaterstück wünschten. "Das müsste doch zu machen sein", sagte sich Ute Knauf. Was gespielt werden sollte, stand schon fest: ein Einakter namens "Der Pferdekuss". Und für die Rolle des arbeitsscheuen Bauern hatte sie bereits den Darsteller ausgesucht: Lothar Mehlem. Der zierte sich aber noch. "Mit Theaterspielen hatte ich noch nie was am Hut", sagte er. Doch Ute Knauf überzeugte ihn: "Die Rolle ist für dich wie auf den Leib geschneidert." So übernahm er schließlich den Part. Heute ist Mehlem Chef der Truppe und "tut das, was die Frauen ihm sagen", berichtet Waltraud Welter. Auch Gottfried Wawers musste zum Theater spielen überredet werden. "Ich wollte nicht mitmachen. Doch jetzt bin ich ,volle Suppe‘ dabei", berichtet er. Sein Kollege Mehlem erinnert sich: "Das Stück wurde ein Riesenerfolg. Wir führten es damals ohne Bühnenbild und mit spartanischen Requisiten auf." Das sollte sich beim 75. Kirchweihfest ändern, als die Hobby-Mimen ihr Können in einer passenden Kulisse zeigen konnten. "Die Vollwertkost" hieß der Zweiakter, mit dem die Schauspieler im Jahr darauf auf Tournee gingen. Danach stand für alle fest: "Wir gründen einen Theaterverein, und ein Name muss her." Die heutige Souffleuse Thekla Juchems hatte die Idee: "Die Bretter, die die Welt bedeuten, darauf treten wir herum - der Name ,Bredder-Tredder‘ war geboren." Mit dem Dreiakter "Bommels verrückte Heimkehr" hatte die Truppe bereits an drei Spieltagen volles Haus mit jeweils 160 Besuchern. Eine Steigerung erfuhren die Akteure mit dem Stück "Alles nur Theater", das ihnen schon an vier Tagen einen ausverkauften Saal bescherte."Die Leute wollen einfach nur lachen"

Das aktuelle Stück des zehnköpfigen Ensembles heißt "Die Drachentorte". Eine große Resonanz aus der Bevölkerung auf die Komödie beweist den Akteuren, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Und natürlich ist das neue Stück auch eine einzige "Lachnummer". Mehlem: "Etwas anderes wollen und werden wir auch gar nicht spielen, denn die Leute wollen einfach nur lachen." Und den "Bredder-Treddern" gelingt es immer wieder, mit den Mundart-Stücken die Zuschauer zu begeistern. Für alle steht fest: "Wir sind noch voller Power und spielen so lange, wie die Leute uns sehen wollen."

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