Brückensanierung ohne Verkehrschaos

Brückensanierung ohne Verkehrschaos

Nach dem Ende der Arbeiten in der Großbaustelle "Sarresdorfer Straße", die über anderthalb Jahre erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen mit sich gebracht hat, sind in unmittelbarer Nähe auf der B 410 erneut die Bagger angerückt. Bei Gerolstein-Lissingen wird eine Brücke saniert. Das befürchtete Verkehrschaos blieb bislang aber aus.

Gerolstein. (vog) "Der Verkehr wird während der gesamten Bauzeit ungestört weiterlaufen. Es werden auch keine Ampeln aufgestellt", verspricht Markus Fohn von der Gerolsteiner Straßenmeisterei. In den kommenden Monaten wird die Straßenbrücke, über die die viel befahrene B 410 verläuft und unter der der Oosbach in die Kyll geleitet wird, saniert. Nach der einjährigen Ausbauzeit der B 410 im Bereich der Sarresdorfer Straße registrierten die Autofahrer erschrocken die erneute Einrichtung einer Baustelle an der stark frequentierten Verkehrsader. Stadtauswärts Richtung Prüm wird an der Einfahrt zum Stadtteil Lissingen erneut gebaut. Mit Fahrbahnteilern aus Beton wurde ein "Schlenker" installiert. Markus Fohn, Leiter der Straßenmeisterei: "Es war Bedingung bei der Auftragserteilung, dass trotz der Brückensanierung der Verkehr weiter fließen kann, auch ohne Ampelbetrieb." Die Firma BIS aus Wittlich erhielt den Auftrag, für den 202 000 Euro Kosten geplant sind. Bei turnusmäßigen Kontrollen war die Brücke, unter der der Oosbach in die Kyll fließt, schlecht bewertet worden. Fohn: "Es besteht keine Einsturzgefahr und auch keine Einschränkung der Tragfähigkeit, aber starke Undichtigkeiten. Wasser und im Winter Salz dringt ins Bauwerk." An der Notwendigkeit der Sanierung bestehe kein Zweifel. Projektleiter Lothar Fischbach: "Eigentlich sind es zwei Bauwerke unter der B 410." Kyllseitig eine Stahlbeton-Plattenbrücke, die 1971 gebaut wurde, und in Richtung Lissingen eine Stahlbeton-Gewölbe-Brücke aus dem Jahr 1953. Die Brücken werden komplett frei gelegt und neu abgedichtet. Danach wird die Fahrbahn der Bundesstraße erneuert. Fohn erklärt: "Zunächst sind drei Monate Bauzeit veranschlagt. Es kann aber sein, dass wir im Oktober sagen, wir stoppen alles und starten erst im Frühjahr den zweiten Bauabschnitt. Alles hängt von der Witterung ab. Für die Verkehrsteilnehmer wäre diese Entscheidung nicht mit Einschränkungen verbunden."

Mehr von Volksfreund