Bücher, Hefte, Stifte

Theo Eiden galt bis Sommer 2005 als der "Ruanda-Beauftragte" im Landkreis Vulkaneifel. Jetzt hat er das letzte Projekt des ehemaligen "Arbeitskreises Ruanda" abgerechnet. Für 816 Euro erhielten 701 Schüler, davon 371 Waisen, in Ruanda Schulmaterialien. Der "Freundeskreis Ruanda" agiert weiterhin auf Kreisebene für das afrikanische Partnerland.

Gerolstein. (vog) "Es war mir wichtig, auch den letzten Auftrag korrekt auszuführen. Ich habe alle Belege mit einer detaillierten Abrechnung dem Innenministerium vorgelegt", erklärt Theo Eiden. Der 68-Jährige hat für den ehemaligen Aktionskreis Ruanda, den er 1984 mit einigen Mitstreitern gründete und der dann 1985 in der Partnerschaft mündete, mit selbst gestalteten Liederabenden und dem Verkauf von ruandischen Kunstgegenständen 816 Euro erwirtschaftet.Krönender Abschluss eines Ehrenamtes

"Die Schule in Nyaruteja im Grenzbereich zu Burundi brauchte dringend Hefte, Stifte und Bücher", erklärt Eiden. In der Primarschule werden 701 Kinder, davon 371 Waisen, von zehn Lehrkräften unterrichtet. Da viele Kinder aus bedürftigen Familien stammen, schaffen es die Eltern kaum, neben dem Schulgeld auch noch die anderen Utensilien zu bezahlen. Eiden: "Gerade die Waisen stehen schlecht da. Sie werden zwar von Verwandten aufgenommen, aber die haben ja kaum Geld für ihre eigenen Kinder." Dem 68-Jährigen steht die Freude darüber ins Gesicht geschrieben, dass er zum Abschluss seines Ehrenamtes gerade Kindern helfen konnte. Im Laufe gut zweier Jahrzehnte hat er unzählige Hilfsprojekte geleitet. Aus persönlichen Gründen zog er sich 2005 zurück. Im Mai 2004 hat sich auf Kreisebene der "Freundeskreis Ruanda" gegründet, der weiterhin die Partnerschaft zwischen dem Distrikt Kibingo und dem Landkreis Vulkaneifel pflegt.