Bürger diskutieren über Gesteinsabbau und Wasser

Bürger diskutieren über Gesteinsabbau und Wasser

Dreis-Brück (red) Die Interessengemeinschaft Eifelvulkane hatte Erfolg: Auf ihren Wunsch hin lädt die Planungsgemeinschaft Region Trier (PLG) nun die Bürger der Eifel ein, über Wassergewinnung, Landschaftstourismus und Gesteinsabbau in der Region zu diskutieren. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 27. Juni, 19 Uhr, im Dreis-Brücker Haus Vulkania statt.

Sie soll dazu dienen, die bisher nicht geklärten Fragen der Bürger und der Kommunalpolitiker zu den Themen zu diskutieren.
In einem Symposium zum Lava-Abbau in der Eifel hatte der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz bereits 2007 auf die "permanente Landschaftszerstörung in der Erholungslandschaft Vulkaneifel" und die mit dem Gesteinsabbau wachsenden Gefährdungen für die Trinkwasserversorgung hingewiesen. In einer Resolution forderte der Kreistag 2011 den Verzicht auf neue Gruben in der Vulkaneifel. Die von der PLG Trier 2014 vorgelegte Fortschreibung des Regionalplans Trier sah jedoch im Vulkaneifelkreis für den Abbau mehr als 2000 Hektar als Vorrang- und Vorbehaltsgebiete und damit eine Vervielfachung der möglichen Tagebaugebiete vor. Auf die Festsetzung von Ausschlussgebieten auf der Grundlage eines Fachgutachtens der oberen Naturschutzbehörde wurde laut Interessengemeinschaft (IG) Eifelvulkane vollständig verzichtet.
Gegen diesen Planentwurf wurden laut IG Eifelvulkane mehr als 6000 schriftliche Planeinwendungen gesammelt. Davon habe die IG 3500 an den stellvertretenden Vorsitzenden der PLG in Bitburg übergeben. Die Folge war das Zugeständnis einer Herausnahme der Abbauplanung aus dem Regionalplan und das Angebot zu einem Dialogprozess für den Bereich der Vulkaneifel.
In der Sitzung des erweiterten Kreisausschusses am 24. April im Kreishaus in Daun wurden die Mitglieder des Kreistages und damit die Öffentlichkeit von PLG-Vertreter Wernig erstmalig über den aktuellen Stand des Rohstoffdialogs informiert und ein Entwurf des Konzeptes zur Konfliktlösung noch vor der Sommerpause angekündigt.
Vor der Fortsetzung des Lösungsdialogs mit weiteren Daten und Fakten für den anstehenden Abwägungsprozess sind jetzt laut IG Eifelvulkane im Grundsatzdialog die politischen Vorgaben aus dem Kreistag und der Kreisbevölkerung zu behandeln.

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