Bürger wehren sich gegen Funkmast: Bittbrief an Kurt Beck

Bürger wehren sich gegen Funkmast: Bittbrief an Kurt Beck

Ein Funkmast sorgt in Rodder bei Adenau für Aufregung: Die Bürger fühlen sich vom Rat überrumpelt, weil der entsprechende Beschluss in nichtöffentlicher Sitzung gefasst worden war. Nun hat sich eine Bürgergemeinschaft formiert, die für einen Standort wirbt, der weiter vom Ort entfernt liegt als jener, an dem bereits das Fundament gegossen ist.

Rodder. "Bitte helfen Sie uns. Sie würden sich vor Ort und in weiten Umkreisen als wahrhaft guter Landesvater erweisen": So appelliert die Bürgergemeinschaft (BG), die sich gegen den geplanten Funkmast im 200-Seelen-Dorf Rodder ausspricht, in einem Schreiben an Ministerpräsident Kurt Beck. Und sie hat auch gleich einen Alternativvorschlag parat: "Ein anderer Standort 1000 Meter weiter, und alle Bürger wären zufrieden."
Der geplante 40 Meter hohe Mast, der rund 200 Meter vom Ortsrand entfernt als Station dem zukünftigen digitalen Funk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) dienen soll, ist der BG ein Dorn im Auge. Sie kritisiert die Nähe des Mastes zum Dorf und befürchtet unter anderem gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Strahlung.
Erzürnt hatte die BG auch die Vorgehensweise der Gemeinde. Nach einem Ratsbeschluss in einer nichtöffentlichen Sitzung rollten Ende November die Bagger an. Und auf dem Martinsfeuerplatz rund 200 Meter außerhalb des Dorfes begannen die Bauarbeiten für den Mast.
Schon am nächsten Tag verfassten einige Aktivisten einen Widerspuch gegen die Erteilung der Baugenehmigung, den sie bei der Kreisverwaltung Ahrweiler einreichten.
Eine Petition wurde innerhalb eines Tages von 80 Einwohnern unterzeichnet. red

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