Bürgerinitiative und Natürschützer üben heftige Kritik an Vorschlag zu Gesteinsabbau

Ressourcen : Bürgerinitiative und Naturschützer üben heftige Kritik

Den  auf dem Tisch liegenden Vorschlag zum künftigen Gesteinsabbau in der Vulkaneifel nennt Resi Schmitz, Sprecherin der Bürgerinitiative Eifelvulkane, eine „Mogelpackung“: Erstens werde zwar davon gesprochen, dass es keine neuen Gruben geben soll.

Fakt ist laut Schmitz aber, dass an gut zehn Stellen Erweiterungen geplant sind, „die Neuaufschlüssen gleichkommen“ – wie am Weinberg Nord (Kalk) in Berndorf, in Dockweiler (Eselsberg), in Hillesheim (drei Gruben werden eins) und an sieben weiteren Standorten. Zweitens wird scharf kritisiert, dass im Vorschlag 600 Hektar  „Vorsorgende Vorbehalts- und Vorrangflächen“ vemerkt sind, die aber in der Bilanz für künftige Abbaugebiete nicht auftauchen. Daher fordert die IG: „Um wirklichen Schutz zu bekommen, müssen sie als Ausschlussgebiete deklariert werden.“ Ansonsten drohe eventuell in fünf bis zehn Jahren auch dort der Abbau. Schmitz sagt: „Mit diesem Konzept wird unsere Zukunft – und auch die unserer Kinder – verkauft. Das darf nicht sein.“

In die gleiche Kerbe schlägt Hartmut Schmidt aus Daun, Vertreter der Naturschutzverbände. Er beklagt eine „kommunalpolitische Naivität beim Abbauthema“ und sagt: „Wir brauchen keinen Kompromiss zwischen den beiden Positionen Abbau oder Verzicht auf zusätzliche Abbauflächen. Die angebliche Pflicht zur Rohstoffsicherung ist in unserem Landkreis durch die bereits genehmigte Fläche von 800 bis 900 Hektar auf Jahrzehnte längst erfüllt!“ Das Hauptproblem sei die Überproduktion von „6 bis 10 Mio Tonnen pro Jahr“, bei einem regionalen Bedarf von „0,6 Millionen Tonnen pro Jahr“, die die „weitere Landschaftszerstörung zur Folge“ hat.

Die IG Eifelvulkane und die Grünen des Kreises veranstalten am heutigen Montag ab 15 Uhr eine Demo vor dem Forum Daun. Von dort geht es zur Kreisausschusssitzung, die um 17 Uhr im Kreishaus startet und wo der Vorschlag beschlossen werden soll.

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