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Bund ist spendabel: Mehr Geld für Straßenbau

Bund ist spendabel: Mehr Geld für Straßenbau

Geht es nach dem Landesbetrieb Mobilität in Gerolstein, könnte es in diesem wie im vergangenen Jahr laufen, als bis Weihnachten gebaut wurde. Auch für 2016 gibt es eine lange Liste von Projekten, die in den beiden Eifelkreisen umgesetzt werden sollen. Ein Schwerpunkt ist die B 257: Dort werden zwischen Oberstadtfeld und Wallenborn sowie zwischen Wolsfeld und Irrel mehrere Millionen Euro investiert.

Bitburg/Prüm/Daun/Gerolstein. Zwar fallen gelegentlich noch ein paar Schneeflocken, aber von einer echten Winterpause kann beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein keine Rede sein. Eine Ankündigung von Straßensperrungen "jagt" momentan die nächste, auf der Bundesstraße 257 am Ortseingang in Wallenborn wird seit vergangener Woche wieder gearbeitet (der TV berichtete), nur ein Beispiel dafür, dass die Bausaison 2016 bereits eingeläutet ist.Konstanter Etat


Die des vergangenen Jahres wertet LBM-Chef Harald Enders positiv, auch weil praktisch bis Weihnachten gearbeitet werden konnte und sie damit "Projekte in den beiden Eifelkreisen mit einem Gesamtvolumen von gut 28 Millionen Euro umgesetzt haben." In dieser Größenordnung von um die 30 Millionen Euro beläuft sich der Etat des LBM seit einigen Jahren konstant, "wir freuen uns über diese Kontinuität, was die Finanzausstattung angeht", sagt Enders. "Möglich wurde das im vergangenen Jahr Erreichte auch, weil wir mit leistungsfähigen mittelständischen Baufirmen aus der Region zusammenarbeiten können. Ich denke, dass auch die Unternehmen zufrieden sind mit dem, was wir an Aufträgen vergeben konnten."
Und die Baufirmen können sich freuen, dass ein Rückgang nicht zu erwarten ist. Im Gegenteil, denn dem LBM steht für das laufende Jahr mehr Geld zur Verfügung. "Der Bund legt noch eine Schippe drauf", berichtet der Chef der Straßenbaubehörde, die für die Kreise Bitburg-Prüm und Vulkaneifel zuständig ist (siehe Extra). Waren es 2015 10,5 Millionen Euro, die der Bund für die Erhaltung "seiner" Straßen bereitgestellt hat, sind es nun gut 15 Millionen. "Da werden die Fertiger in diesem Jahr wohl heiß laufen", freut sich Enders.
Für die Landesstraßen standen im vergangenen Jahr knapp neun Millionen Euro zur Verfügung, in diesem Rahmen bewegt sich auch das Budget des laufenden Jahres. Die Erhaltung des Straßennetzes und Verkehrssicherheit sind nach wie vor die Schwerpunkte des LBM, Neubauprojekte gibt es auch 2016 nicht.
Ein Thema, mit dem sich der LBM im vergangenen Jahr erstmals befassen musste, ist nach wie vor aktuell. "Wir werden mehr als 100 000 Euro investieren, um kranke Eschen zu fällen", sagt Josef Arens vom LBM. Ein Problem, das nicht nur die Eifel betrifft, denn Experten schätzen, dass 80 bis 90 Prozent dieser Bäume in Deutschland krank sind.
Seit Beginn der 2000er Jahre erkranken bundesweit immer mehr Eschen an einem Pilz, der vermutlich aus Indien eingeschleppt wurde. Er befällt zunächst die Blätter, wandert dann von den Stielen weiter in die Zweige und den gesamten Baum. In der Folge brechen zunächst die Äste ab, bald stirbt, von der Krone herab, der ganze Baum in drei bis fünf Jahren.Reparaturen stehen an


Im vergangenen Jahr wurden bereits Bäume beispielsweise an der Straße von Pelm zur Kasselburg gefällt, derzeit müssen rund 50 Eschen an der Straße zwischen Bleialf, Auw und Roth weichen - aus Verkehrssicherheitsgründen.
Auch wenn von einem echten Winter bis dato nicht gesprochen werden kann, werden aber wieder mögliche Schäden auf den Straßen in den Kreisen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel ermittelt. "Voraussichtlich um Ostern geht es los", sagt Bruno von Landenberg, Leiter der Verkehrsabteilung des LBM. Ab Mai startet dann die jährliche Reparaturkampagne.
Dabei wird auf bewährte Technik gesetzt: den sogenannten Kleinfertiger. Statt einzelner Flicken erhält man mit der Maschine zusammenhängende, größere Flächen, um Straßenschäden zu beseitigen.Extra

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit Sitz in Gerolstein ist zuständig für das Netz der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Kreis Vulkaneifel. Die rund 320 Mitarbeiter in Gerolstein und in den acht Straßenmeistereien betreuen fast 2400 Kilometer Straßen. stsExtra

Bund: B 410 Deckenerneuerung von Kelberg-Hünerbach bis zur Kreisgrenze, 900 000 Euro; B 257 Wallenborn - Oberstadtfeld, 2,4 Millionen Euro; B 421 Ortsdurchfahrt Hallschlag, 600 000 Euro; B 410 Kreisverkehr Postbrücke Gerolstein, 300 000 Euro; B 257 Deckenerneuerung Kelberg - Kreisgrenze, 700 000 Euro; B 257 Erneuerung Brücke Gartenstraße Daun, 500 000 Euro. Land: L 24 Deckenerneuerung Ortsdurchfahrt Stadtkyll, 150 000 Euro; L 10 Büdesheim - Gerolstein-Oos, 1,75 Millionen Euro; L 46 Daun - Gemünden, 1,3 Millionen Euro. sts