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Bundeswehr übernimmt Zugangskontrollen im Krankenhaus Daun.

Corona : Soldaten sichern ab sofort den Eingang

Die Bundeswehr übernimmt seit Dienstagmorgen die Zugangskontrollen im Krankenhaus Daun.

Die Bundeswehr unterstützt seit Dienstagmorgen das Krankenhaus  Daun: Von morgens 7 bis abends 19 Uhr übernehmen drei Soldaten im Zweischichtbetrieb die Eingangskontrolle. Sieben Tage die Woche. Dadurch kann das bislang dafür eingesetzte Krankenhauspersonal wieder auf den Stationen arbeiten, die derzeit hochgefahren werden. Die Amtshilfe ist bis zunächst 26. Juni gewährt.

Landrat Heinz-Peter Thiel zeigte sich erfreut: „Ein schönes Beispiel zivil-militärischer Zusammenarbeit und ein besonderer Moment der humanitären Unterstützung. Tolle Sache.“

In die gleiche Kerbe schlug Krankenhaus-Prokurist Günter Leyendecker, der darauf hinwies, dass einerseits die Zugangsbeschränkungen gelockert werden (siehe Info) und das Haus andererseits wieder zum Normalbetrieb zurückkehre. Er sagte: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, denn das Personal wird auf den Stationen und in den Ambulanzen benötigt, die Kontrollen sind aber nach wie vor sehr wichtig.“ Und er fügte hinzu: „Bislang war niemand aus unserer Belegschaft Corona-positiv. Und das soll auch so bleiben.“ Was ihm allerdings weiterhin Sorgen mache, sei der Umstand, dass offensichtlich immer noch kranke und schwerkranke Menschen aus Angst vor einer Ansteckung nicht ins Krankenhaus gingen. Leyendecker: „Erst am Montag hatten wir einen Fall, bei dem es beinahe zu spät war. Er musste umgehend mit dem Rettungshubschrauber nach Trier gebracht werden.“ Er appellierte an die Menschen, notwendige Behandlungen nicht aufzuschieben, und versicherte, dass alles Erdenkliche in Sachen Infektionsschutz getan werde.

Dr. Volker Schneiders, Chef des Gesundheitsamts Daun, mahnte: „Trotz der Lockerungen ist das Virus ja weiterhin da. Wir müssen ein Eintragen ins Krankenhaus unbedingt verhindern.“

Oberstleutnant Theobald Schneider, Kommandeur des Bataillons elektronische Kampfführung, fand ebenfalls Gefallen an der Tatsache, das Krankenhaus auf diese Weise unterstützen zu können. Er sagte: „Wir haben schon früh unsere Bereitschaft signalisiert, wo nötig zu helfen. Dass wir das hier an einer ganz wesentlichen Stelle machen und so das Krankenhauspersonal entlasten können, freut uns. Wir machen das gerne.“ 80 Soldaten und Soldatinnen seines Bataillons stünden bereit, um Amtshilfe zu leisten. Zwei von ihnen sind die Oberfeldwebel Sascha Berke und Patrick Weigelt, die zur ersten Schicht gehören. Sie kontrollieren die Besucher am Eingang auf Fieber und weisen sie auf die Hygiene- und Abstandsregeln und das Tragen einer Maske hin. Und das mit Befehl und Gehorsam klappt am Eingang hervorragend: Besucher und Patienten folgen den Anweisungen der Soldaten, die wegen der Schutzkleidung aber kaum als solche auszumachen sind, ausnahmslos.  Für Oberfeldwebel Patrick Weigelt ist der ungewöhnliche Job eine „schöne Erfahrung“. Er sagt: „Ich finde es gut, und es ist offensichtlich auch notwendig. Das Krankenhauspersonal jedenfalls ist sehr dankbar.“