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Bundesweit steht er auf Platz drei

Bundesweit steht er auf Platz drei

Yannick Horten aus Niederstadtfeld hat seine Entscheidung, Straßenbauer zu werden, nicht bereut. Zügig hat er seine Lehre absolviert und sich mit anderen gemessen. Sein Nächstes Ziel ist der Meistertitel.

Niederstadtfeld. Der 23 Jahre alte Yannick Horten aus Niederstadtfeld hat es unter Beweis gestellt: Mit dem Handwerk kann man in eine gute Zukunft starten. Mit der Note Zwei hat Yannick im Januar nach nur zwei Jahren Lehre - statt üblicherweise drei Jahren - seine Prüfung als Straßenbauer abgeschlossen.
Dafür wurde er von der Innungskammer zum Wettbewerb auf Rheinland- Pfalz-Ebene nach Trier eingeladen und hat dort gewonnen.
Damit war der Weg frei zum Bundesentscheid. Beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Bundesebene Ende 2016 in Mölln (Schleswig-Holstein) erreichte er gegen acht Mitbewerber aus anderen Bundesländern den dritten Platz. "Ich hatte nur zwei Punkte Rückstand auf den Sieger aus Nordrhein-Westfalen und den zweiten aus Baden-Württemberg", erzählt der Straßenbauer. Yannick Horten musste wie die anderen ein rundes Gewerk mit 2,80 Meter Durchmesser aus Natursteinpflaster, Verbundsteinpflaster und Mosaik zusammensetzen.
Sieben Stunden Zeit standen ihm dazu zur Verfügung. Mit dem Ergebnis, auch wenn es nicht zum Bundessieger gereicht hat, waren nicht nur Mutter Adelina und Vater Günter sehr zufrieden, sondern auch sein Chef Wolfgang Meier, Geschäftsführer des Ausbildungsbetriebes HTI mit Sitz im Dauner Stadtteil Pützborn. Er hatte schon relativ früh das Talent seines Mitarbeiters erkannt. "Schon seine schulischen und persönlichen Voraussetzungen waren hervorragend.
Dass er dann noch so ein Talent zum Straßenbau hat, das hat sich dann während der Ausbildung gezeigt", sagt der Unternehmer. Dabei war der Weg ins Straßenbauwesen gar nicht von Yannick geplant. "Ich hatte vorher das Fachabitur gemacht und wollte eigentlich in den Computerbereich gehen. Aber trotz 50 Bewerbungen hat sich nichts ergeben", erzählt der Niederstadtfelder.
Da kam sein Vater ins Spiel. "Er hat mir gesagt, Handwerk biete eine gute Zukunft, und verwies auf einen anderen jungen Mann aus dem Dorf. Ich habe mich dann bei einigen Baufirmen beworben, bei HTI habe ich dann meine Ausbildungsstelle bekomme." Yannick Horten ist nach eigener Aussage "hoch zufrieden" mit seiner Arbeit. "Meine Entscheidung habe ich nie bereut, es war genau richtig. Die Arbeit ist sehr interessant, man muss oft Lösungsmöglichkeiten finden, und man kann auch kreativ sein.
Außerdem stellt man die Leute zufrieden, weiß, was man gearbeitet hat. Das macht richtig Freude." Seine Arbeit als Straßenbauer sei vielfältig und reiche vom Bordsteine setzen bis zu Kanal- oder Wasserleitungsverlegung. Der 23-Jährige will sich weiter fortbilden, sein großes Ziel ist der Meistertitel.