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Busplatz in Gerolstein wird wegen Wegfall der Bahn erweitert

Mobilität : Mehr Platz für den Busverkehr in Gerolstein

Weil die Bahn noch längere Zeit als Transportmittel ausfällt, gibt es mit Schulstart Verstärkerbusse und Zusatzfahrten im Schülerverkehr.

(sts) Die Flut und ihre Folgen: Besonders den Bahnverkehr hat es massiv getroffen. Auf der  Eifelstrecke sind die Gleise an vielen Stellen beschädigt worden, teilweise ist der Unterbau komplett weggeschwemmt worden. Zudem muss die Stellwerktechnik komplett erneuert werden. Den Gesamtschaden an der Bahnstrecke in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schätzt das Unternehmen auf 1,3 Milliarden. Die Bahn geht davon aus, dass die Wiederherstellung des Teilstücks zwischen Euskirchen und Trier bis mindestens Ende des nächsten Jahres dauern könnte.

Weil die Bahnstrecke noch auf längere Zeit nicht zur Verfügung stehen wird, werden Busse als Ersatz für die Bahnverbindungen eingesetzt. So gibt es von Montag bis Samstag 20 Fahrten aus Richtung Trier und 20 Fahrten in Richtung Trier, sonntags sind es 18 Fahrten. Auf 20 Fahrten täglich kommt der Ersatzbus Gerolstein-Euskirchen-Gerolstein, ein weiterer Ersatzbus ist auf der Strecke Jünkerath-Prüm-Jünkerath unterwegs. Darüber hinaus gibt es ab dem Schulstart am Montag Verstärkerbusse und Zusatzfahrten im Schülerverkehr: laut VRT einer nach Trier, einer nach Oberbettingen-Hillesheim, einer von Jünkerath und einer von Densborn.

Deutlich mehr Busse sind nun also gezwungenermaßen unterwegs, was auch eine Herausforderung für die Stadt Gerolstein ist, denn dafür ist der angestammte Zentrale Busbahnhof (ZOB) nicht ausgelegt. Deshalb steht seit vergangener Woche der sogenannte Hutter-Parkplatz gegenüber dem Bahnhof zur Hälfte für Busse zur Verfügung.

Laut Kreisverwaltung gibt es dort sieben Stellplätze für die Linienbusse und den Schienenersatzverkehr. Busse, die nicht im Einsatz sind, können auf dem benachbarten Gelände des Gerolsteiner Brunnen abgestellt werden.

„Wir hoffen natürlich, dass diese Lösung so zeitlich befristet wie möglich sein wird“, sagt Stadtbürgermeister Uwe Schneider. „Ich gehe aber davon aus, dass es auch über Dezember 2022 hinaus gehen wird.“