1. Region
  2. Vulkaneifel

Caritas-Kleiderbörse in Daun ist umgezogen

Soziales : Neben Kleidung werden auch Mitarbeiter gebraucht

Die Caritas-Kleiderbörse ist in die Maria-Hilf-Straße 1 umgezogen. Die Verstärkung des Teams ist das nächste Ziel.

(bb) „Richtig schön sind die Räume geworden“, meint Andreas Rötering als der zuständige Fachbereichsleiter beim Caritasverband (CV) Westeifel anerkennend, als er gemeinsam mit der Koordinatorin Michaela Sieding die neue Adresse der Kleiderbörse offiziell vorstellt. Alles ist frisch gestrichen Diakon Bernhard Saxler von der Pfarreiengemeinschaft Daun spendet den Segen. An seiner Seite ist sein Kollege Thomas Clemens aus dem Dekanat Wittlich. Für Bernhard Saxler ist die Kleiderbörse keine Unbekannte; er kennt sie seit seiner Mitgliedschaft im Dekanatsrat in den 1990er Jahren. Und auch Diakon Thomas Clemens ist die Einrichtung vertraut. Gehört er doch zu dem Team der über 40 Ehrenamtlichen, die die Kleiderbörse seit nunmehr über drei Jahrzehnten am Laufen halten.

   Von diesen Ehrenamtlichen ist eine ganze Reihe zur Wiedereröffnung nach der umzugsbedingten Schließung gekommen. Darunter ist Resi Diewald aus Daun-Steinborn. Die 77-Jährige ist eine der Frauen, die die Kleiderbörse (seinerzeit auch Möbelbörse) im heutigen Musikhaus Müller in Pützborn mit aus der Taufe hoben. Damals seien die Aussiedler aus der früheren Sowjetunion ihre hauptsächlichen Kunden gewesen, erinnert sich Resi Diewald. „Sie hatten ja nur einen Koffer dabei, und brauchten alles für ihre neuen Haushalte“, erzählt sie. Auf das Lagergebäude in Pützborn folgte eine ehemalige Wäscherei in der Dauner Gartenstraße. „Das war ziemlich umständlich“, meint Resi Diewald mit Blick auf viele Treppenstufen und Räume auf drei Etagen. So habe der abermalige Umzug in das Untergeschoss des Caritashauses in der Mehrener Straße eine große Arbeitserleichterung bedeutet. Doch als der CV die Räume als Büros benötigte, stand ein weiterer Umzug an – in die Maria-Hilf-Straße Nummer 1, in das ehemalige Hotel Groß, wozu auch die neue Adresse mit der Nummer 3 gehört. Hier war bis zum kürzlich erfolgten Umzug in die Bahnhofstraße die Dauner Tafel untergebracht (der Trierische Volksfreund berichtete).

  Resi Diewald will sich auch weiterhin in der Kleiderbörse engagieren. Ein Mal im Monat ist ihre Gruppe an der Reihe. „Der Kontakt mit meinen Kolleginnen und den Kunden gefällt mir“, erklärt sie. Und sagt: „Menschen helfen zu können, ist schön.“

   Andreas Rötering lobt die Ehrenamtlichen für ihr Engagement und ihre Ausdauer. Räumt aber ein: „Wir brauchen nicht nur Nachschub an Kleidung und Heimtextilien. Wir sind auch dringend auf neue Mitarbeiter angewiesen, damit das Angebot in dieser Form aufrecht erhalten werden kann.“