Caritas-Mitarbeiterinnen machen Kinder und Jugendliche stark

Daun/Bitburg · Kinder- und Jugendschutz muss einen noch höheren Stellenwert bekommen. Das fordern Mitarbeiter der Kinderschutzdienste in Rheinland-Pfalz, darunter auch Heide Schmidtmann und Karin Knötgen, die sich beim Caritasverband Westeifel um Kinder und Jugendliche in der Eifel kümmern.

 Psychologin Heide Schmidtmann (rechts) und Sozialpädagogin Karin Knötgen sind für den Kinderschutzdienst im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel tätig. Foto: Caritas

Psychologin Heide Schmidtmann (rechts) und Sozialpädagogin Karin Knötgen sind für den Kinderschutzdienst im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel tätig. Foto: Caritas

Foto: (e_daun )

Daun/Bitburg. Die 17 Kinderschutzdienste in Rheinland-Pfalz werben für den landesweiten Ausbau ihres Fachdienstes auf alle Kommunen. "Ein flächendeckender Kinder- und Jugendschutz muss langfristig sichergestellt sein", fordert auch die stellvertretende Direktorin des Caritasverbands Westeifel, Andrea Ennen.
Die Kinderschutzdienste bieten an 18 Standorten für 26 Städte und Kreise Kindern und Jugendlichen in Fällen von sexueller Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung ihre Hilfe an.
Der Kinderschutzdienst in der Westeifel wurde 1996 als Modellprojekt in Trägerschaft des Caritasverbands Westeifel und der Interessengemeinschaft Kinderschutz Bitburg und Daun gegründet.
Im Juli 2001 wurde das Projekt in einen regulären Kinderschutzdienst gemäß den Förderkriterien des Landes umgewandelt. Die Trägerschaft übernahm der Caritasverband Westeifel.Fortbildungen und Supervision


Seitdem sind die Psychologin Heide Schmidtmann und Sozialpädagogin Karin Knötgen für den Kinderschutzdienst im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel tätig. 2014 wurden 74 Betroffene und/oder deren Bezugspersonen kurzfristig und 92 Betroffene und/oder deren Bezugspersonen langfristig beraten. Hinzu kommen 65 Fachberatungen von Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten, und 51 Beratungen, in denen es um die sogenannte Kindeswohlgefährdung ging.
Die Hilfen reichen von akuter Unterstützung in Krisensituationen über lebenspraktische Fragen bis hin zur Begleitung in Strafverfahren. Entscheidend sind immer die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen. "Sie werden nicht auf ein Traumaerlebnis reduziert, sondern in ihrer gesamten Persönlichkeit und Lebenssituation wahrgenommen", erläutern die Mitarbeiterinnen des Kinderschutzdienstes.
"Das Ziel ist, betroffene Kinder und Jugendliche so zu stärken, dass aus ihnen widerstandsfähige und handlungsfähige Erwachsene werden."
Dazu dient auch die Qualitätssicherung. "Die Kinderschutzmitarbeiter werden unter anderem durch Supervision und Fortbildungen in ihrer schwierigen Arbeit unterstützt", sagt Andrea Ennen, die auch für Qualitätssicherung im Caritasverband zuständig ist. Die Kinderschutzdienste in Rheinland-Pfalz erhalten zur Finanzierung Zuschüsse vom Land sowie von den jeweiligen Kommunen. red

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