Christen & Laudon will sich vor Insolvenz retten

Christen & Laudon will sich vor Insolvenz retten

Malbergweich/Bitburg (cmo) Der Kunststoff-Apparatebauer Christen & Laudon Staffelstein hat beim Amtsgericht Bitburg ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Das Amtsgericht hat dem Antrag der Geschäftsführung vom 3. Februar zugestimmt.

Die Geschäftsleitung wird bei dem geplanten Umstrukturierungsprozess unterstützt durch die Rechtsanwälte Frank Kreuznacht und Thore Voß.
"Unser Ziel ist es, das Unternehmen vor einer echten Insolvenz und einer Zahlungsunfähigkeit, die derzeit definitiv nicht besteht, zu bewahren", sagt Geschäftsführer Hermann Hermes. "Wir sind uns aber bewusst: Wenn wir keinen Umstrukturierungsprozess anstoßen, laufen wir in der aktuellen Wettbewerbssituation Gefahr, in eine echte Insolvenz zu geraten."
Mit einem Eigenverwaltungsverfahren, sagt Hermes, bleibe die Geschäftsführung im Unterschied zu regulären Insolvenzverfahren hingegen entscheidungsfähig.
Welche Konsequenzen das für die 150 Mitarbeiter in Malbergweich hat?
Dazu möchte sich die Geschäftsführung derzeit noch nicht festlegen: "Über Personalmaßnahmen ist noch nicht abschließend entschieden und diesbezüglich stehen wir mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft in Kontakt", sagt Hermes. Das finale Konzept stehe noch nicht fest. Hermes: "Der Standort Malbergweich soll erhalten bleiben."
Schon seit 1960 fertigt das Unternehmen in Malbergweich-Staffelstein hauptsächlich Behälter aus Kunststoff für die chemische Industrie sowie die Lebensmittelindustrie, aber auch Kamine und Kanäle für Kraftwerke. Nach Angaben der Geschäftsführung erzielte das Unternehmen in der Vergangenheit jährlich zwischen 16 und 18 Millionen Euro Umsatz.

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