Chronologie: Von BSE bis Schweinegrippe

Chronologie: Von BSE bis Schweinegrippe

1984: In Großbritannien wird erstmals BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) bei einer Kuh entdeckt. Auslöser der Krankheit sind kleine, veränderte Eiweiße (Prionen).

Sie rufen eine tödliche schwammartige Gehirnschädigung hervor. Ursache der Krankheit ist vermutlich verunreinigtes Tiermehl.

1996: In England tritt erstmals bei jungen Menschen eine Form der Creutzfeld-Jakob-Krankheit auf, die Ähnlichkeiten mit dem BSE-Erreger aufweist. Die Übertragbarkeit von BSE auf den Menschen wird heute als gesichert angesehen. Die ursprüngliche Creutzfeld-Jakob-Krankheit ist als eine Form der übertragbaren spongioformen Enzephalopathien schon seit 1920 bekannt. Sie betrifft vor allem Patienten über 60 Jahren und ist unheilbar.

2000: Am 24 November tritt in Deutschland der erste originäre Fall von BSE in Schleswig-Holstein auf.

2001: In Rheinland-Pfalz wird im März das erste Tier positiv auf BSE getestet.

2001: Die Maul- und Klauenseuche breitet sich in Europa aus. Allein in Großbritannien sind 2000 Betriebe betroffen. Auch in Luxemburg treten Fälle auf. Rheinland-Pfalz bleibt von der hochansteckenden Viruserkrankung bei Paarhufern (Rinder, Ziegen, Schafe), die vor allem wirtschaftliche Folgen hat, verschont.

2005/2006: Der Vogelgrippevirus H5N1 greift von Asien auf Europa über. Die sehr ansteckende und schwere Symptome auslösende Erkrankung war zuvor schon 1997 bei Tieren in Geflügelhaltung in Hongkong nachgewiesen worden. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich, wird von der WHO aber als äußerst gering eingestuft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind insgesamt 508 Menschen vor allem aus Asien erkrankt, 302 davon sind an der Infektion gestorben.

2009: Von Mexiko aus breitet sich die neue Influenza (Schweinegrippe) aus. Der Virus-Subtyp A/H1N1 weist Ähnlichkeiten mit bei Schweinen festgestellten Influenzaviren auf. Er ist jedoch ein neuer Erreger beim Menschen, der auch nicht vom Schwein auf den Menschen übertragen werden kann. In Rheinland-Pfalz gab es nach Angaben des Landesuntersuchungsamts in Koblenz seit Beginn der Schweinegrippe-Pandemie im April 2009 insgesamt 15 559 nachgewiesene Fälle von Influenza. Zwölf Menschen sind im vorigen Jahr an der neuen Grippe gestorben.

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