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Comeback der Hetschenkönigin

Comeback der Hetschenkönigin

Weniger Besucher als erwartet feiern 200 Jahre Forstamt Daun und zehn Jahre Määrchen-Naturlehrpfad. Doch es gab Neuigkeiten.

Hier Herrscherinnen, dort herrliche Natur: Während die Hetschenkönigin, Leitfigur des Määrchen-Pfads, und die Viezkönigin der Region Pulvermaar, Pia Schmitz, für ein Foto posieren, marschieren die Wanderer am Holzmaar. Foto: Helmut Gassen (HG) ("TV-Upload Gassen"
Hier Herrscherinnen, dort herrliche Natur: Während die Hetschenkönigin, Leitfigur des Määrchen-Pfads, und die Viezkönigin der Region Pulvermaar, Pia Schmitz, für ein Foto posieren, marschieren die Wanderer am Holzmaar. Foto: Helmut Gassen (HG) ("TV-Upload Gassen"

Gillenfeld Wald ist Leben, Wald ist Vielfalt, Wald ist Erlebnis, Wald ist Erholung - und noch wichtiger: Der Wald ist ein Klimaschützer. All das konnten die Besucher beim Fest zum 200-jährigen Bestehen des Forstamts Daun am Holzmaar erleben. Doch es kamen nicht so viele, wie es sich die Veranstalter vorgestellt hatten - dabei war das Wetter mit Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen für einen Ausflug in die Natur geradezu prädestiniert.
"Wir haben uns schon mehr Besucher gewünscht, aber es war wohl zu wenig Werbung für die Veranstaltung gemacht wurden", lautete die Meinung des Gillenfelder Ortsbürgermeisters Karl-Heinz Schlifter. Vielleicht sei aber auch der Samstagnachmittag nicht die richtige Zeit für eine Feier, so Schlifter.
Gefeiert werden sollte viel: 200 Jahre Forstamt Daun, 200 Jahre Landkreis Daun und zehnjähriges Bestehen des Määrchen-Naturwaldpfades. Es war die erste Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumsjahres des Kreises.
Unter einer riesigen, alten Eiche und neben der Hetschenkönigin, der Leitfigur des Määrchen-Naturwaldpfades, ging Forstamtsdirektor Karl-Ludwig Pentzlin auf den Wald im Kreis in seiner 200-jährigen Geschichte ein. "Es war eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Ich verneige mich vor denen, die den Wald hier aufgebaut haben. Heute haben wir eine blühende Landschaft, größere Artenvielfalt und die Waldfläche im Kreis gegenüber von vor 200 Jahren vervierfacht", sagte Pentzlin.
Für die Besucher wurden zwei Wanderungen auf dem Määrchen-Naturlehrpfad und zu drei Maaren angeboten: dem Holzmaar, dem Dürremaar und zum Hetschenmäärchen.
Besonders der Määrchen-Naturlehrpfad hat sich in den zehn Jahren zu einem gelungenen Beispiel zur Förderung des Tourismus und zur Erholung entwickelt. "Der wird fleißig begangen und viel genutzt. Alle, die hier in Gillenfeld in unsere Lokalitäten kommen, erzählen, wie schön die Wanderung war", berichtete Ortsbürgermeister Schlifter. Der 4,3 Kilometer lange Wanderweg im Zeichen der Kröte und Hetschenkönigin spricht Kinder und Erwachsene gleichermaßen an: An zahlreichen Stationen werden der Wald und das Maar mit all ihrer Vielfalt erklärt. "Der Weg ist nichts zum Durchrennen. Man muss ihn genießen und kann dabei herrlich entspannen", sagt Schlifter.
Auch Klaus-Josef Mark vom Forstamt Daun, der sich maßgeblich um die Realisation des Weges gekümmert hat, erinnert sich noch gut an die Anfangszeit. "Besonders die ersten drei Jahre bekam ich an die Adresse der Hetschenkönigin von Kindern viele Briefe zu den Aufgaben am Määrchenpfad, die auch alle von mir beantwortet wurden. Leider ist das etwas eingeschlafen, ich will das aber wieder ändern", versprach Mark.
Auch Besucherin Monika Scheppe aus Saxler ist öfters in der Gegend. Sie sagte: "Der Määrchen- Naturlehrpfad ist lehrreich und angenehm - und vor allem für Kinder schön. Ich selbst wandere lieber am Holzmaar."