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Corona: Entspannter erster Tag im Impfzentrum Hillesheim

Entspannt und organisiert : So läuft der erste Tag im wieder eröffneten Impfzentrum Hillesheim

Rund 700 Menschen werden bis Donnerstagabend in der Markthalle geimpft. Weil Termine vergeben wurden, sind die Wartezeiten kurz.

Kein Vergleich zu dem Gedrängel vor den Impfbussen, das in Wittlich, Daun und Kelberg für stundenlanges Anstehen auf die Spritze sorgte. Auch in Hillesheim kam es zu einem Massenansturm auf das mobile Impfangebot, die Verantwortlichen des Landkreises hatten kurz zuvor auf das abzusehende Chaos reagiert und das ehemalige Impfzentrum in der Markthalle mithilfe vieler Ehrenamtlichen in Teilen reaktiviert.

Seit Donnerstag ist es unter der Bezeichnung Impfstation wieder regulär in Betrieb. Geimpft und geboostert wird donnerstags, freitags und samstags jeweils von 8 Uhr 15 bis 16 Uhr — bisher gilt das Angebot bis zum 18. Dezember. Aber: „Alle Termine sind bereits vergeben“, sagt Dennis Senft, der Koordinator der Einrichtung.

Aus diesem Grund werde die Impfstation auch nach dem 18. Dezember weiter betrieben, heißt es vonseiten der Pressestelle des Vulkaneifelkreises. Zusätzlich werden die Öfnungszeiten verlängert, an den drei Tagen sei dann erst um 17 Uhr Schluss. Weiterhin gilt: Den Pieks gibt es nur nach vorheriger Online-Anmeldung.

„Das Terminsystem bringt Ordnung hinein“, sagt Dennis Senft. „Die Ankunft der Leute ist über den gesamten Tag verteilt, und alle Wartenden haben in der Halle Platz. Niemand muss draußen in der Kälte stehen.“ Und schnell geht es auch: „Ich hatte einen Termin um 10 Uhr, um halb 11 war ich fertig und kann jetzt wieder zurück zu meiner Arbeitsstelle, sagt eine Frau aus Hillesheim.

17 Mitarbeiter seien täglich vor Ort, berichtet Senft, „um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten“. In der Halle sind vier Anmeldeschalter aufgebaut, dahinter Kabinen, in denen Ärzte die Menschen beraten. Anschließend geht es in einen der Impfräume. „Es sind täglich drei Ärzte vor Ort, es helfen auch pensionierte Mediziner aus“, sagt Dennis Senft.

„Die Impfungen nehmen Notfallsanitäter des Roten Kreuzes vor. Dem DRK des Vulkaneifelkreises schulden wir ein großes Dankeschön dafür, dass es uns die Kollegen zur Bekämpfung der Pandemie überlässt.“ Auch an die Stadt Hillesheim geht Dank: „Die Markthalle ist im gesamten Kreis die am besten geeignete Örtlichkeit. Hillesheim hat der Nutzung als Impfstation schnell und problemlos zugestimmt.“

Neben der Verlängerung des Impfangebots bis wahrscheinlich in den Januar hinein, sollen mobile Impfteams Einrichtungen wie Senioren- oder Behindertenheime besuchen. „Das wird zurzeit organisiert“, sagt Senft. Die Menschen, die draußen vor den Schaltern warten, kommen aus einem weiten Umkreis nach Hillesheim. Leute aus Euskirchen, Bitburg und Wittlich sind darunter. „Und viele Impfwillige aus dem  Ahrtal“, fügt der Koordinator hinzu. „Klar, dort mangelt es ja immer noch vielerorts an Infrastruktur.“ Zu etwa 90 Prozent geht es um das Boostern, die Aufrisch-Impfung -— „aber immerhin rund zehn Prozent erhalten heute ihre erste Impfung“, berichtet Senft. Wichtig sei, darauf hinzuweisen, dass eine Booster-Impfung erst fünf Monate nach der Zweitimpfung verabreicht werden könne - vorher sei davon medizinisch abzuraten. Eine Ausnahme gebe es: „Nach einer Impfung mit Johnson & Johnson oder Astra Zeneca ist die Aufrischung bereits nach vier Wochen möglich.

 Vom Einlass bis zur Impfung dauert es kaum eine halbe Stunde. Am ersten Tag geht es im wiedereröffneten Impfzentrum Hillesheim sehr entspannt und organisiert zu.
Vom Einlass bis zur Impfung dauert es kaum eine halbe Stunde. Am ersten Tag geht es im wiedereröffneten Impfzentrum Hillesheim sehr entspannt und organisiert zu. Foto: Nowakowski Vladi

Online-Anmeldung zur Impfung: www.vulkaneifel.de/impftermin