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Coronavirus: Zahlreiche Tests im Seniorenheim Hillesheim fallen negativ aus

Kostenpflichtiger Inhalt: Coronavirus : Katharinenstift in Hillesheim: Große Sorgen – und gute Nachrichten

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass 14 Bewohner und vier Pflegekräfte des Hillesheimer Seniorenheims mit dem Coronavirus infiziert sind, gibt es nun gute Neuigkeiten.

Es ist eine der großen Sorgen in diesen ohnehin beängstigenden Tagen der Corona-Pandemie: Was ist mit den Menschen, die in Seniorenheimen leben und arbeiten?

Und wie befürchtet, kam am Samstag die Nachricht von der Kreisverwaltung in Daun: Das Maternus-Seniorencentrum Katharinenstift in Hillesheim ist das erste Altenheim in der Vulkaneifel, in dem Bewohner mit dem Coronavirus infiziert sind. Nachgewiesen wurde laut Gesundheitsamt der Erreger bis dahin bei 14 der 105 dort betreuten Menschen und bei vier von insgesamt 83 Pflegekräften.

Zwei Bewohner werden stationär im Marienhaus-Klinikum in Gerolstein behandelt. Die übrigen zwölf positiv getesteten Bewohner, so hieß es am Samstag, hätten vorerst keine oder nur sehr geringe Symptome der Covid-19-Krankheit.

Das Virus sei zuerst bei einer der Bewohnerinnen im Krankenhaus und bei einer Pflegekraft nachgewiesen worden. Die Mitarbeiterin begab sich in häusliche Quarantäne. Das Gesundheitsamt ließ dann bei zunächst 34 weiteren Bewohnern und acht Pflegekräften Abstriche vornehmen, mit dem eingangs erwähnten Ergebnis. Der betroffene Wohnflur des Hauses wurde ebenfalls in Quarantäne versetzt, die drei weiteren Pflegekräfte haben sich seitdem daheim isoliert.

 In der Zwischenzeit sind die anderen 69 Bewohner sowie 83 Mitarbeiter getestet worden. Der TV wollte am Montag wissen, wie sich die Lage im Haus aktuell darstellt.

Die Kreisverwaltung teilte Montagittag mit, dass bei insgesamt 15 Bewohnern das Virus nachgewiesen wurde. Bei zweien aber habe ein bereits vorgenommener, neuerlicher Test schon ein negatives Ergebnis gebracht, „so dass aktuell 13 Bewohner an Covid-19 erkrankt sind“, so Pressesprecherin Verena Bernardy.

Zu den vier bisher positiv ausgefallenen Tests bei den Pflegekräften sei hingegen ein weiterer hinzugekommen. Damit sind insgesamt fünf Mitarbeiter infiziert und seither in häuslicher Quarantäne.

Eine erfreuliche Nachricht: Die Ergebnisse der am Samstag vorgenommenen Abstriche geben Anlass zur Hoffnung. Dazu Verena Bernardy: „Alle übrigen vom Gesundheitsamt des Landkreises Vulkaneifel am Samstag getesteten Bewohner und Mitarbeiter weisen negative Testergebnisse vor. Mit entsprechendem zeitlichen Abstand wird das Gesundheitsamt die Mitarbeiter sowie den betroffenen Wohnbereich nochmals komplett testen.“

Und was sagt die Heimleitung in Hillesheim? Nichts. Dafür erhielten wir Antwort aus Berlin – von Melanie Hoffmeister, Vertreterin der Muttergesellschaft, der Cura AG. Sie teilte auf TV-Anfrage mit, dass bereits deutlich vor dem vergangenen Wochenende das Corona-Virus im Haus war. Denn das erste positive Testergebnis sei am 28. März eingegangen, der Test dazu also einige Tage zuvor vorgenommen worden.

In ihrem Antwortschreiben heißt es: „Am 28. März hatte der erste Mitarbeiter ein positives Testergebnis. Am selben Tag haben wir auch zwei Bewohner getestet und ihren Wohnbereich vorsorglich isoliert. Die Testergebnisse der Bewohner, die uns wenige Tage später vorlagen, waren beide positiv. Daraufhin hat das Gesundheitsamt am 1. April die Bewohnerinnen und Bewohner im gesamten Wohnbereich getestet.“

Seit Mitte März herrscht vorsorglich ein Besuchsverbot im Heim, Hygiene-Regeln seien ausgehängt worden. Hoffmeister führt zudem aus: „Mit Ausbreitung des Virus haben wir unsere Maßnahmen weiter verschärft: Das Personal ist komplett getestet worden, es trägt FFP2-Masken, und wir dokumentieren unsere tägliche Arbeit ausführlich.“ Die üblichen Gemeinschaftsangebote für Bewohnerinnen und Bewohner, Mieterinnen und Mieter seien komplett eingestellt worden, auch die Angehörigen könnten nicht wie gewohnt zu Besuchen ins Haus kommen. Eine positive Nachricht hat die Cura-Sprecherin aber doch: „Die Versorgung mit Schutzmasken und Schutzbekleidung ist vorerst gesichert.“ Und: „Aktuell halten alle toll zusammen, sodass wir hoffnungsvoll sind, mit gemeinsamen Kräften durch die derzeitige Krise zu kommen. Wir wissen, wie viel die derzeitige Lage uns allen abverlangt, auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“