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Die von Claudia Scheiner ausgebildete Gina-Marie Lenzen aus Gerolstein-Roth und ein junger Mann aus dem Saarland haben beim Regional- und Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ als „Duo Kunstlied“ erste Plätze belegt und sich für den Bundeswettbewerb in Lübeck qualifiziert.

Musik : „Singen ist ein Geben und Nehmen“

Die von Claudia Scheiner ausgebildete Gina-Marie Lenzen aus Gerolstein-Roth hat beim Landes-Wettbewerb von „Jugend musiziert“ gewonnen.

Es liegt ihr wohl im Blut. Schon ihre Eltern sind musikalisch. „Durch und durch“, wie Gina-Marie Lenzen aus dem Gerolsteiner Stadtteil Roth sagt. Die 17-Jährige, die die elfte Klasse des St. Matthias-Gymnasiums besucht, geht bereits seit neun Jahren zum Klavierunterricht. Vor fünf Jahren ist sie dem Kirchenchor Roth begetreten und hat 2016 eine Prüfung abgelegt, die sie zur Chorleiterin qualifiziert. Und sie macht weiter an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Trier, wo der Prümer Regionalkantor Christoph Schömig ihr Dozent ist.

Schömig war es, der Gina-Marie Lenzen vor etwa anderthalb Jahren empfahl, professionellen Gesangsunterricht bei Claudia Scheiner (31) zu nehmen. Gleichzeitig hatte die talentierte Jugendliche im Kurs an der Trierer Kirchenmusikschule Frederic Horf aus dem saarländischen Merzig kennengelernt. Die beiden jungen Leute erarbeiteten ein Programm, bei dem Frederic Sängerin Gina-Marie als Pianist begleitet.

Mit einem 20-minütigen Auftritt mit Liedern von der Klassik bis zur Moderne belegten sie erste Plätze im Regionalwettbewerb von „Jugend Musiziert“ in Merzig und schließlich dann auch im Landesentscheid in Saarbrücken. Sie qualifizierten sich damit für den Bundeswettbewerb, der vom 17. bis 24. Mai in Lübeck über die Bühne geht.

Für Gina-Marie Lenzen ist Singen ein Geben und Nehmen: „Mit einem Lied kann man seinen Zuhörern eine Freude machen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Außerdem tut es auch mir selbst gut.“ Für ihre musikalische Entwicklung seien die Zusammenarbeit mit Frederic Horf und der Unterricht bei Claudia Scheiner Glücksfälle, betont sie.

Ihre Lehrerin habe viel Geduld mit ihr und nehme sich viel Zeit. Und trotz der räumlichen Entfernung gebe es dank der Unterstützung der Eltern genug Gelegenheit, um mit Frederic gemeinsam für den Bundeswettbewerb zu üben.

Die Juroren in Merzig und Saarbrücken seien höchst angetan gewesen von der starken Ausdruckskraft und der großen Musikalität des Duos, erzählt Claudia Scheiner, die selbst einen ähnlichen Weg gegangen ist – von Auftritten bei Musicals und Kleinkunstabenden am Dauner Geschwister-Scholl-Gymnasium, bei Konzerten des Orchesters der Musikschule Landkreis Vulkaneifel und des Musikgymnasiums Montabaur und bei Wettbewerben von „Jugend musiziert“.

Scheiner studierte in Köln und Saarbrücken Musik. Sie hat Hochschulabschlüsse in Gesangspädagogik und Sologesang und unterricht heute an der Musikschule Landkreis Vulkaneifel sowie an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Trier.