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Damit an der Grenze der Hammer nicht fällt

Damit an der Grenze der Hammer nicht fällt

Die Verbandsgemeinde Hillesheim fährt vor und bietet ihren Bürgern und Urlaubsgästen als erste Region im Land und natürlich in der Eifel ein komplettes Radwegenetz an, das Anschluss an alle Radwege in der Region und überregional bietet. Beim ersten Radler-Tag in der VG Hillesheim wurde das Projekt vorgestellt.

Hillesheim. "Wir wollen den Bürgern mit der Aktion bewusst machen, was es an Radmöglichkeiten hier in der Verbandsgemeinde Hillesheim gibt", erklärt Manfred Schmitz, Leiter der Tourist-Information Hillesheim die Intention des Radler-Tages.
Stolz ist er auf das, was zwei Jahre für die Planung, Abstimmung und Umsetzung gebraucht hat, aber einmalig in ganz Rheinland-Pfalz ist. "Wir sind die einzige Verbandsgemeinde im ganzen Land und in der Eifel, die ihren Bürgern und Feriengästen ein vollständiges und zertifiziertes Radwegenetz bieten kann.
Mehr als 20 Gemeinden in der VG Hillesheim, aber auch Orte außerhalb der VG wie Borler, Bongard, Bodenbach, Dollendorf, Birgel, Lissendorf oder Hohenfels-Essingen haben mitgemacht und sind jetzt miteinander vernetzt", so Schmitz. Wer also in Basberg, Bodenbach, Oberbettingen, Kerpen, Üxheim oder Hillesheim startet, kann auf den Kylltal-Radweg, den Kalkeifel-Radweg, die Vulkan-Route oder den Ahrtal-Radweg kommen und hat über die Mineralquellen-Route sogar einen Anschluss an den Maare-Mosel-Radweg in Daun.
"Es nutzt ja nichts, wenn wir die VG Hillesheim voll erschlossen haben und an der Grenze fällt der Hammer", meint Schmitz. In einigen Ortsgemeinden wurden zum ersten Radler-Tag deshalb geführte Radtouren angeboten, und die Resonanz war gut.
Der Radtourismus ist neben dem Wander-, Krimi- und Geotourismus eines der vier Standbeine in der Verbandsgemeinde Hillesheim und befindet sich im Aufwärtstrend. "Das gesamte Radwegenetz in der kleinen Verbandsgemeinde Hillesheim beträgt jetzt stolze 150 Kilometer", sagt Manfred Schmitz.
Viele Wege waren schon vorhanden, nur einige kleine "Verknüpfungen" mussten geschaffen werden. "Es gab ein paar Stellen, bei denen wir im Rahmen des Wirtschaftswegeausbaus etwas tun mussten. Der größte Aufwand war das Markierungskonzept, das eine Fachfirma durchgeführt hat, weil es nicht so ganz einfach war", erklärt der Hillesheimer TI-Chef.
Mit dem neuen Angebot sieht sich die VG Hillesheim gewappnet, um neue Gäste anzulocken und ihren Bürgern ein schönes Freizeitangebot zu unterbreiten. "Ich sehe in erster Linie den Nutzen für die einheimische Bevölkerung, aber auch alle Feriengäste sind jetzt an das regionale und überregionale Radwegenetz angeschlossen", so Schmitz.
Ja zum "Lückenschluss" zwischen den einzelnen Radwegen sagt Karl-Peter Scholzen aus Oberbettingen. "Alle Lückenschlüsse sind gut, das wird die Attraktivität der Radwege hier in der VG Hillesheim steigern", meint er. Dem stimmt auch Thorsten Brand aus Oberbettingen zu. "Ich fahre hier sehr gerne Fahrrad, deshalb bin ich froh, dass man was Neues geboten bekommt. Jetzt ist es für die Touristen bestimmt auch interessanter, das Radwegenetz hier zu nutzen."
HGDas Projekt war mit 45 000 Euro veranschlagt, abgeschlossen wurde es aber günstiger mit 43 800 Euro. 16 000 Euro davon hat der Landesbetrieb Mobilität für die klassifizierten Straßenabschnitte und Landeskreisstraßen übernommen. Auch die Planungskosten wurden vom LBM getragen, da es ein Pilotprojekt war. Für die Gemeinden verblieb ein Anteil von 27 800 Euro, der steckenanteilsmäßig verteilt wurde.