Damit die Kicker nicht im Dunkeln stehen

Hillesheim · Neuer Platz, alte Beleuchtung: Da das Flutlicht auf dem Sportplatz in Hillesheim immer öfter streikt, soll es nun durch die kreisweit erste LED-Anlage ersetzt werden. Die voraussichtlichen Kosten von 35 000 Euro teilen sich Verbandsgemeinde (VG), Stadt und VfL Hillesheim.

Hillesheim. "Die Flutlichtanlage ist komplett kaputt. Seit zwei Jahren haben wir massive Probleme, obwohl sie schon mehrfach repariert wurde. Wir brauchen dringend, um den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten, eine neue Beleuchtungsanlage", sagt Stefan Mertes, Vorsitzender des VfL Hillesheim. In den vergangenen zwei Jahren hat nach Angaben von Mertes der VfL 5000 Euro und die VG weitere 1000 Euro in die Reparatur der 32 Jahre alten Anlage gesteckt. Neben dem VfL nutzen die Schulen sowie am Abend auch die Vereine aus Ahbach, Oberbettingen und Nohn den Platz.
Auf der Suche nach Ersatz ist Mertes, zugleich Wirtschaftsförderer der VG, bei einer Firma aus dem Industrie- und Gewerbepark in Wiesbaum, auch auf eine LED-Anlage gestoßen. "Wir könnten diese Pilotanlage, die die erste ihrer Art im Kreis wäre, für 35 000 Euro bekommen. Ein Sonderangebot", sagt Mertes. Die Kosten für eine herkömmliche Flutlichtanlage seien zwar niedriger - Mertes beziffert sie auf "rund 20 000 Euro". Dafür aber sei die LED-Technik deutlich langlebiger und sparsamer. Die Lebensdauer soll mindestens 40 Jahre, der Stromverbrauch 60 Prozent weniger betragen. Dennoch wird das Vorhaben noch ausgeschrieben - um weitere Angebote zu bekommen. Die Notwendigkeit einer neuen Anlage wird auch bei Stadt und Verbandsgemeinde gesehen, bei denen der VfL Zuschussanträge gestellt hat.
Heike Bohn, Bürgermeisterin der VG Hillesheims (parteilos), sagt: "Da es sich um die zentrale Sportanlage der Verbandsgemeinde handelt, sehen wir uns natürlich besonders in der Pflicht. Der Haupt- und Finanzausschuss hat daher die Empfehlung ausgesprochen, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Die letztliche Entscheidung fällt aber der VG-Rat in seiner Dezembersitzung. Ich vermute und hoffe jedoch, dass das auch so beschlossen wird." Sie geht auch von einem Ja für die LED-Technik aus. Bohn: "Wegen der deutlich niedrigeren Unterhaltungskosten lohnt sich eine derartige Investition für uns recht schnell." Bekommt die Wiesbaumer Firma den Zuschlag, würde die VG 17 500 Euro übernehmen. Die andere Hälfte wollen Stadt und VfL zu gleichen Teilen (jeweils 8750 Euro) tragen.
Der Hillesheimer Stadtrat ist ebenso von der Notwendigkeit einer neuen Anlage überzeugt. In seiner jüngsten Sitzung am Montagabend sprach er sich einstimmig für die Neuanschaffung und die vorgeschlagene Kostenverteilung aus. Hillesheim Stadtbürgermeister Matthias Stein (CDU) sagte: "Der Verein ist für die Stadt sehr wichtig, und es ist uns auch ein Anliegen, dass der Sportbetrieb dort reibungslos läuft. Daher beteiligen wir uns finanziell." Aber nicht so hoch, wie anfangs gedacht.
Stein: "Da es sich um die zentrale Sportanlage der VG handelt, muss die VG hier auch stärker ran. Dafür habe ich mich starkgemacht und letztlich auch Zustimmung von allen Beteiligten erfahren."Extra

Wechsel: Werner Jung hat sein Mandat als Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat Hillesheim aus Gesundheitsgründen niedergelegt. Für ihn rückt Nils Hoffmann nach. Beiträge: Die Kosten für den Ausbau des Starenwegs von rund 9000 Euro übernehmen die Stadt zu 25 und die Anlieger zu 75 Prozent. Das hat der Stadtrat beschlossen. Bäume: Die Baumpflege der Kastanien auf dem Viehmarktplatz hat laut Stadtbürgermeister Matthias Stein (CDU) rund 6400 Euro gekostet. Stein: "Ich hoffe, dass wir jetzt einige Jahre Ruhe haben. Falls nicht, wird die Motorsäge unten angesetzt." 880 Euro hat darüber hinaus die Fällung von zwei Bäumen auf dem Viehmarkt und eines Baumes Am Mühlendamm gekostet. mh