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Damit es nicht zu viele werden

Damit es nicht zu viele werden

Der Förderverein Eifeltierheim unterstützt Katzenhalter, die ihr Tier in den kommenden zwei Wochen kastrieren lassen. Der Verein will damit die unkontrollierte Vermehrung und das etwaige Aussetzen sowie Verelenden der Katzen verhindern.

Wittlich/Daun. (mai) Mit dem Frühjahr kommt auch die Paarungszeit für Katzen. Damit sie nicht jede Menge Nachwuchs auf die Welt bringen, der dann nicht unterkommt und am Ende noch ausgesetzt wird, ruft der Förderverein Eifeltierheim zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Landesverband des Deutschen Tierschutzbunds Katzenbesitzer dazu auf, ihr Tier rechtzeitig kastrieren zu lassen. Das Motto: Kastration ist Tierschutz.Der Verein unterstützt Besitzer und Besitzerinnen von Katzen während der Kastrationswochen auch ganz konkret: Werden die Tiere in der Zeit vom 14. bis 26. Januar bei den unten genannten Tierärzten (siehe Extra) kastriert, erhalten die Katzenhalter eine Rückvergütung von etwa 20 bis 30 Prozent der Kosten. Eine Kastration kostet zwischen 45 Euro (beim Männchen) und 90 Euro (beim Weibchen) und kann ab einem Alter von etwa einem halben Jahr vorgenommen werden. Der Arzt stellt eine Bescheinigung aus, die beim Förderverein Eifeltierheim eingereicht werden kann. Der Tierbesitzer erhält die Rückvergütung aus einem Fond, der sich aus Spenden von Tierärzten und Privatpersonen zusammensetzt.Sandra Pintore, beim Förderverein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, erklärt: "Vielen Katzenbesitzern ist die Kastration zu teuer. Andere machen sich über diesen Punkt auch wenig Gedanken. Doch können Katzen dreimal pro Jahr werfen." Das bedeutet: Ein Weibchen kann in einem Jahr bis zu zwölf Katzenbabys zur Welt bringen.Die Tiere können drei Mal pro Jahr werfen

Mit verwilderten Katzen kennt sich der Förderverein Eifeltierheim aus. Immer wieder wird er zu Hilfe gerufen, wenn diese Tiere zu Hauf auftreten. Dann werden die Vierbeiner eingefangen, kastriert und an gleicher Stelle wieder ausgesetzt.So wird die weitere Vermehrung und die Verelendung der Katzen verhindert. 800 Tiere hat der Verein im vergangenen Jahr allein in den Kreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifelkreis kastrieren lassen. Ein trauriger Rekord. Weitere 200 Katzen hat der Verein, der das seit Dezember im Probebetrieb laufende Eifeltierheim in Altrich unterstützt, 2007 vermittelt. Fragen zu den Kastrationswochenbeantworten Barbara Krenz (Telefon 06595/90 0025) und Silvia Schmitt (Telefon 06571/29543) zur Verfügung. Weitere Infos unter www.foerderverein-eifeltierheim.de. Damit der Verein auch weiterhin die herrenlosen und verwilderten Katzen kastrieren lassen kann, um die Katzenpopulation etwas einzudämmen, werden dringend Spendengelder benötigt. Die Bankverbindung: Sparkasse Mittelmosel, Spendenkonto 32129520, BLZ 58751230.EXTRA

Teilnehmende Tierärzte: Auf Grund des zu erwartenden Zuspruchs wird um frühzeitige Terminvereinbarung für die Kastrationswochen vom 14. bis 26. Januar gebeten. Folgende Tierärzte der Region nehmen an der Aktion teil: Dr. Sabine Bürgener, Kelberg, Telefon 02692/229; Dr. Ute Csizmadia, Traben-Trarbach, Telefon 06541/81 0488; Chaldun El-Masri, Manderscheid, Telefon 06572/ 4222; S. Knut, Wittlich, Telefon 06571/9 6230; Dr. Astrid Kohl, Gerolstein, Telefon 06591/984066; Christian Marks, Bernkastel-Kues, Telefon 06531/915246; Dr. S. Müller, Speicher, Telefon 06562/930081; Dr. Tobias Neuberger, Bernkastel-Wehlen, Telefon 06531/973030; Michael Tietz, Wittlich-Wengerohr, Telefon 06571/96146.