"Dann eben bis in zehn Jahren"

GEROLSTEIN. (es) Die Jugendherberge Gerolstein hat ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Doch kaum einer feierte mit.

Die Feierlichkeiten begannen mit einem Festakt, an dem unter anderen der Jugendherbergs-Chef des Landesverbands Rheinland-Pfalz und Saarland, Detlev Bojak, sowie die Bürgermeister Matthias Pauly und Karl-Heinz Schwartz teilnahmen. Große Enttäuschung herrschte am Tag der offenen Tür am Samstag und Sonntag über den geringen Besuch. Herbergsvater Dieter Heitmann sagte: "Wir sind sehr enttäuscht. Nur 25 Gäste aus der Gerolsteiner Bevölkerung, und das, obwohl ein hervorragendes Programm geboten wurde." Doch damit nicht genug: Am Kinderspaß mit "Mathjes" (Matthias Lück) nahmen nur zehn Kinder und zwei Erwachsene teil - trotz 75 Plakaten und 300 Flyern, die laut Heitmann verteilt worden waren. Auch die Darbietungen der Spielmannszüge aus Bochum und der Freiwilligen Feuerwehr Gerolstein lockten nicht mehr als 25 Gäste in die Jugendherberge. Doch die Heitmanns gaben sich weiterhin optimistisch, schließlich war da ja noch der Fest-Sonntag, der mit einem kräftigen Eifeler Bauernfrühstück ab 8 Uhr begann. Doch die Gesichter wurden immer länger, als sich gerade einmal zwei Gäste einfanden. Am Mittagessen für die ganze Familie für nur zehn Euro pro Familie nahmen dann wenigstens 13 Familien teil, doch bei Kaffee und Kuchen sowie der Vorstellung des "Fanfarenzugs Rot-Weiss Adenau" waren es dann nicht mal mehr ein Dutzend Gäste. "Das Wetter war halt zu gut, und die Gerolsteiner waren sicher nicht zu Hause", suchte die sichtlich geknickte Betriebsleiterin Elke Heitmann nach einer Erklärung. "Wenn alle gekommen wären, die sich angekündigt hatten, wären Haus und Hof voll und die Fässer sicher leer gewesen. Dann eben beim nächsten Fest in zehn Jahren", sagten die Heitmanns, die sich bei allen Mitarbeitern des Hauses für ihren unermüdlichen Einsatz bedankten - sowie bei allen, "die wenigstens unser Plakat aufgehängt haben".

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