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Gesellschaft: Das Allerbeste ist die Gemeinschaft

Gesellschaft : Das Allerbeste ist die Gemeinschaft

Seit 35 Jahren bietet das DRK in Dockweiler Seniorengymnastik an. Zurzeit wird für Karneval geprobt.

„Hacke, Spitze, Wechselschritt“, ruft Lidija Gensirovskij dem Dutzend Frauen zu. Und in schönster Übereinstimmung setzen sich die sechs Paare in Bewegung. Im Hintergrund läuft die „Kuckuckspolka“ vom Band. Die Kursleiterin lobt: „Perfekt!“ Und weil vor den Tänzen schon eine Stunde Gymnastik war (mit Bällen, Bändern, Seilen, Reifen, Frisbeescheiben und Tüchern), ist jetzt Kaffeetafel angesagt.

„Das gehört sich so“, findet Katharina Mathey, die die rechte Hand der Kursleiterin ist. Sie hat für den TV im Vorfeld recherchiert, dass die ersten Kursleiterinnen nach der Gründung durch das DRK im Jahr 1983 Lange, Eich und May hießen. Dass ab 1993 Renate Rücker mehr als 22 Jahre die Gruppe leitete. Dass auf sie übergangsweise Doris Schüller folgte. Und dass seit zwei Jahren Lidija Gensirovskij die Bewegungskurse leitet.

Und zwar jeden Dienstag, von 14 bis 15.30 Uhr im Pfarrer-Hubert-Schmitz-Haus. Da sei kaum mal eine verhindert, betont Katharina Mathey. Denn es werde  darauf geachtet, dass kein anderer Termin der Gymnastik in die Quere komme.

Das gilt besonders für Hilde Kees und Gertrud Ullrich. Die beiden 86-Jährigen sind seit der Gründung der Gruppe vor 35 Jahren mit von der Partie. Und erzählen stolz, dass sie noch ein anderes Jubiläum haben. „Wir sind seit genau 80 Jahren Freundinnen“, sagen sie. Von den fünf Gründungsmitgliedern der DRK-Gruppe sind Hilde Kees und Gertrud Ullrich als Einzige noch aktiv. „Wir sind Frau Gensirovskij und ihren Vorgängerinnen ebenso dankbar wie dem DRK und unserem Ortsbürgermeister Bruno von Landenberg, der uns den Übungsraum kostenlos überlässt“, betonen sie. „Die Treffen stärken unsere körperliche Fitness, die Atmung, Konzentration und unser Gedächtnis. Und das Allerbeste ist, dass wir so eine starke Gemeinschaft sind“, bringen es die beiden Frauen auf den Punkt. Und: „Wir freuen uns die ganze Woche auf das nächste Beisammensein.“

Das Gemeinschaftsgefühl kommt auch bei Fahrten und Ausflügen zum Tragen. Und an „hohen Feiertagen“ wie Weiberdonnerstag. Denn dann tritt Jahr für Jahr die Gruppe bei der Veranstaltung der Möhnen im Pfarrer-Hubert-Schmitz-Haus auf. Auch dieses Mal, am 28. Februar. Die Tänze seien eingeübt, die Kostüme fertig. „Sehr schick werden wir sein“ – mehr wird nicht verraten. Für Bernadette Klöppel wird es eine Premiere sein. Denn sie kam vor einem Jahr neu in die Gruppe. „Meine Anmeldung war eine sehr gute Entscheidung, die ich noch keinen Tag bereut habe“, sagt sie. „Und die beste Möglichkeit, als Neubürgerin in Dockweiler Anschluss zu bekommen“, meint sie.