Das Alter mit erfreulichen Dingen füllen

Das Alter mit erfreulichen Dingen füllen

Vor 25 Jahren rief Engeline Düx den "Seniorenclub Nohn" ins Leben - im damals neu eröffneten Bürgerhaus als ein Angebot der Pfarrgemeinde, auch für die Nachbarorte Dankerath und Senscheid. Seither trifft sie sich mit einem Dutzend und mehr Senioren jeden zweiten Mittwoch.

Nohn. "Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird", sagt Engeline Düx zum Jubiläum des "Seniorenclubs Nohn". Der wird 25 Jahre alt.
"Eine herrliche Runde", nennt Peter Merten den Treff. Der 82-Jährige aus Senscheid ist seit etwa sieben Jahren regelmäßig mit von der Partie. "Diesen Nachmittag lasse ich mir nicht gerne entgehen", erzählt er dem Trierischen Volksfreund. Das habe mit seiner Leidenschaft für das Skatspielen zu tun und mit dem "sehr guten" Leitungsteam. "Wir werden immer bestens versorgt", bringt Peter Merten es auf den Punkt.
Und auch Gertrud Wirtz (77) aus Nohn sagt alles andere ab, wenn Engeline Düx (78), Käthe Gierlich (77) und ihre Assistentinnen Doris Düx (44) und Edith Schend (47) ins Bürgerhaus einladen. "Ich freue mich besonders aufs Canastaspiel", erklärt Gertrud Wirtz und bezeichnet die Organisation und Betreuung durch Engeline Düx und ihr Team als "einmalig und vorbildlich".
Herausforderungen suchen


Doch heute bleiben die Skat- und Canastakarten im Schrank. Denn heute wird gefeiert: das Bestehen des Seniorenclubs seit 25 Jahren. Keines der 13 Gründungsmitglieder sei nun noch mit dabei, räumt Engeline Düx ein und erinnert namentlich an die Verstorbenen. Sie skizziert als fortwährendes Anliegen des Clubs, das Älterwerden mit erfreulichen Dingen und neuen Herausforderungen zu erfüllen.
Dazu gehörten der bunte Nachmittag in der Karnevalszeit ebenso wie die besinnliche Adventsfeier, die Vorträge von Fachleuten und neue Spiele, zählt sie auf.
Aus der Runde der aktuellen Mitglieder des Seniorenclubs trägt Franz-Josef Müsseler (Nohn) humorvoll-nachdenkliche Verse über das Alter vor. In Vertretung von Ortspfarrer Gebhard Lück gratuliert Pastor Günther Schramm (Lissingen) dem Club und sagt: "Das Alter ist eine Gnade und ein Geschenk, auch wenn wir manchmal darunter leiden und darüber ächzen und stöhnen." Er freue sich, dass in seiner Gemeinde die Senioren die Möglichkeit hätten, sich zu Gesprächen, Gesängen, zu Spielen und Ausflügen zu treffen", erklärt Ortsbürgermeister Bernhard Jüngling.
Bei der anschließenden Verlosung gibt es tolle Preise zu gewinnen. Und natürlich nehmen es die Senioren mit Humor, als sich dabei die Schönheitskur als Stück Seife, der Besen fürs Esszimmer als Zahnbürste, die kompakte Jagdausrüstung als Fliegenklatsche, der Gutschein für einen Weinabend als Zwiebel und das Einfamilienhaus als Schneckenhaus entpuppen. "Das ist typisch Engeline", schmunzelt Peter Merten. bb

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