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Das Unternehmen Edeka Kelberg soll in der Familie bleiben

Mehr Parkplätze, mehr Verkaufsfläche : Edeka in Kelberg soll größer werden

Der Edeka-Markt in Kelberg wird erweitert – zum dritten Mal seit der Eröffnung im Jahr 1988 und mit Blick voraus.

  Alfred Borsch gibt noch mal Vollgas, und zwar – wie schon in seinen vergangenen vier Berufs-Jahrzehnten – bei Edeka. Augenzwinkernd sagt der Kaufmann beim Gespräch mit unserer Zeitung mit Blick auf die Unternehmensfarben von Edeka Südwest: „Ich habe gelb-blaues Blut in den Adern.“

   Ursprünglich aus Ellscheid stammend, hat er im Dauner Edeka sein Handwerk gelernt und ist 1981 Marktleiter in Kelberg geworden. Als der Markt 1988 von der Dauner Straße in den Neubau in der Bonner Straße umsiedelte, war Alfred Borsch bereits der Inhaber. „Mit einer Größe von 500 Quadratmetern waren wir damals weit und breit führend“, erinnert sich der heute 60-Jährige. Doch Stillstand sei im Edeka-Markt Borsch seit jeher ein Fremdwort gewesen, meint er. Die erste Erweiterung erfolgte in den Jahren 1991/92, die zweite im Jahr 2001; in der Zwischenzeit (1995) wurde ein Getränkemarkt gebaut. Zurzeit stehen 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung.

   Nun wird erneut eine Vergrößerung auf dem Gelände in dem Dreieck zwischen der B 257, der L 70 und dem Kelberger Bach realisiert. Bereits im Gange sind die Arbeiten zur Erneuerung der bisherigen Parkfläche und zur Erweiterung auf insgesamt 80 Plätze.

Im rückwärtigen Teil des Marktes werden ein Lagerraum und ein Kältetechnikraum inklusive CO2-Anlage mit Wärmerückgewinnung geschaffen. Mit dem neuen Trakt im vorderen Bereich wird der Markt auf rund 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche vergrößert.

Im Zuge der Erweiterung werden künftig - „für Verschnaufpausen beim Einkauf“, wie Alfred Borsch es nennt - innen und außen Sitzgelegenheiten einladen. Es wird eine Ladesäule für Elektroautos installiert.

Den Plan einer Erweiterung hat Borsch seit 2017 im Kopf. Zum einen entwickle sich das Angebot an Waren des täglichen Bedarfs kontinuierlich weiter, erklärt der Kaufmann. Rund 25 000 Artikel werde der Bestand nach der Fertigstellung im Dezember umfassen.

Er blickt dabei besonders auf die immer größer werdende Auswahl an Bio-Produkten, internationalen Spezialitäten sowie gluten-, laktosefreien und veganen Produkten sowie an Erzeugnissen aus der Region. Zum zweiten stehe seine Tochter Katharina in den Startlöchern: Die Betriebswirtin werde in absehbarer Zeit die Nachfolge als Inhaberin des Kelberger Edeka-Markts antreten. Und wo wir schon bei der Familie sind: Seit mehr als 30 Jahren ist Rainer Borsch im Edeka-Markt in Kelberg tätig; schon lange ist Alfred Borschs Bruder hier Marktleiter.

Unter den rund 40 Mitarbeitenden gehört eine ganze Reihe schon Jahre oder Jahrzehnte zum Team. Ihnen allen sei die Vorfreude auf das neu gestaltete und vergrößerte Geschäft gemeinsam, betont Alfred Borsch.

   Diese Vorfreude teilen – von Amts wegen und als Kelberger – Bürgermeister Johannes Saxler (Verbandsgemeinde Kelberg) und Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas. „Alles, was zur Versorgung der Bürger von Kelberg als der Standortgemeinde des Edeka-Markts, der Umgebung und der Feriengäste beiträgt, begrüßen wir sehr“, sind sich die beiden bei der Besichtigung der Baustelle einig. Saxler erläutert noch ein äußerst wesentliches Detail der Bau-Vorgeschichte.

So sei die Erweiterung überhaupt nur möglich geworden, weil der Abwasserzweckverband „Oberes Trierbachtal“ (gebildet von den Verbandsgemeinden Adenau und Kelberg) das an den Edeka-Markt grenzende Grundstück von  rund 700 Quadratmetern als Pachtgelände zur Verfügung gestellt habe.