Das Wanderjahr 2020 des Eifelvereins Daun füllt einen mehr als 50-seitigen Kalender.

Vereine : Ein prall gefüllter Jahreskalender

Das Wanderjahr 2020 der Eifelvereins-Ortsgruppe (OG) Daun füllt eine mehr als 50-seitige Broschüre. Sie enthält neben Dutzenden von Veranstaltungen zur Förderung der körperlichen Gesundheit auch Angebote für Geist und Seele. Und neben Bewährtem auch Neues.

Das Eine ist der Blick auf die Bilanz 2019. „An den 70 Wanderungen mit einer Gesamtstrecke von 750 Kilometern haben 1200 Mitglieder und Gäste teilgenommen“, hat Alfred Bauer ausgerechnet. Einige Wanderungen hat Bauer selbst geführt, denn er gehört zu der Gruppe der 14 ehrenamtlichen Wanderführer des Dauner Eifelvereins (siehe Extra).

Bei der Vorstellung des neuen Wanderplans vertritt er den erkrankten, aber „auf dem besten Weg der Genesung“ befindlichen Pressewart Thomas Räthlein. Mit einem weiteren Zahlenspiel beschreibt der Vorsitzende Michael Drockur das Besondere der OG. „Der Eifelverein ist mit seinen 132 Jahren der älteste Verein der Kreisstadt und nach dem TuS der Verein mit der zweitstärksten Mitgliederzahl“, sagt er. Im Hauptverein rangiere die OG Daun mit ihren aktuell 550 Mitgliedern weit vorne.

  Unter den eingangs erwähnten 70 Veranstaltungen waren Wanderungen, Radtouren, Spaziergänge, Jahresfahrten, Busausflüge sowie der Kulturnachmittag in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) der Stadt Daun, das Kapellenkonzert auf Weinfeld, das Koch-Event „Wild auf Wild“, die Martinswanderung, die Adventfeier – Veranstaltungen, von denen die meisten bereits eine lange Tradition haben.

  Aber es gibt auch Neues. So findet im Nachgang des diesjährigen Kulturnachmittags mit einem Vortrag von Wolf-Henry Sturt über Leben und Werk des Eifelmalers Fritz von Wille (29. März, 15 Uhr, Forum Daun) ein Busausflug nach Bitburg mit Besichtigung von Werken des Künstlers statt (8. April, Treffpunkt 13 Uhr, ZOB Daun).

An jedem Dienstag von April bis September heißt um 9 Uhr die Devise „Mit Schwung in den Tag“. Unter Anleitung von Wanderführern stehen sportliche Übungen, Naturerlebnis und Achtsamkeit bei einer anderthalbstündigen Wanderung auf dem Programm.

  „Ja, unser Kerngeschäft ist das Wandern“, betont der Vorsitzende Michael Drockur. Und meint augenzwinkernd: „Die Fitness unserer Wanderführer, von denen einige schon weit über 70 sind, ist der beste Beweis für die gesundheitlichen Vorteile des Wanderns.“ Die Angebote nehmen Wege in der Heimat (um die Maare, im Dauner Wald, auf dem Lieserpfad oder im Hasbachtal) oder in der Ferne (auf dem Lahntalweg, im Schwarzwald, im Berchtesgadener Land, über die Alpen oder im Harz) unter den Wanderschuh. „Wir Wanderführer sind dabei immer wieder begeistert von der Offenheit, Toleranz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft der Teilnehmer“, erklärt Gabriele Thull.

  Erstmals findet an jedem Montag im Juli vormittags eine Stadtführung für Einheimische und Gäste statt. An jedem ersten Mittwoch der Monate Mai bis Oktober steht ein Seniorenspaziergang auf dem Programm – „gemütlich, kaum anstrengend, zwei bis vier Kilometer, mit Gelegenheit zu Gespräch und Einkehr zu Kaffee und Kuchen“, so steht es in der Ausschreibung im Wanderplan. Und noch vieles mehr auf über 50 Seiten. „Und das alles für zwei Euro im Monat“, sagt Michael Drockur mit Blick auf den Mitgliedsbeitrag von 24 Euro im Jahr. Wobei der Großteil an den Hauptverein abgeführt werden müsse, räumt er ein. Und betont: „Dass wir so einen gut gefüllten Veranstaltungsplan vorlegen können, ist nur möglich dank des großen Engagements der ‚tollen Truppe’ im Vorstand und der Wanderführer.“ Er merkt noch an, dass auch Nichtmitglieder an den Veranstaltungen teilnehmen können.