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Das Warten soll wieder angenehm werden

Das Warten soll wieder angenehm werden

Für mehr als eine halbe Million Euro haben die Werke der Verbandsgemeinde Gerolstein das Bahnhofsgebäude gekauft und bislang Dach und Obergeschoss sanieren lassen. In diesem Jahr wird das Erdgeschoss, wo unter anderen die Deutsche Bahn mit einem Reisezentrum einzieht, in Angriff genommen.

Gerolstein. "Wir liegen bislang im Plan. Die Kostenansätze werden in allen Bereichen eingehalten." Das sagt Wolfgang Bohr, Leiter der Werke der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein, die das Empfangsgebäude des Bahnhofs gekauft haben, es seither umbauen lassen und vor einigen Wochen ins Obergeschoss eingezogen sind.
Laut Bohr sind bislang 540 000 Euro ausgegeben worden, davon entfallen 130 000 Euro für den Kauf samt Nebenkosten (Gebühren, Planung usw.). Bislang ist die Summe nie genannt worden, sie war aber stets auf knapp unter 100 000 Euro geschätzt worden.
Die Sanierung des ersten Obergeschosses, wo die Mitarbeiter der VG-Werke Anfang November eingezogen sind, schlug mit 235 000 Euro zu Buche. Wie kalkuliert. Ebenfalls im Rahmen ist nach Angaben von Bohr die aufwendige Sanierung des verschachtelten und mit etlichen Gauben gespickten Daches geblieben.
Der Auftrag, der mit 175 000 Euro kalkuliert und auch in dieser Höhe vergeben worden war, umfasste die Entfernung der alten Schiefereindeckung, die Erneuerung der Dachschalung sowie die Neueindeckung in Naturschiefer samt der dazugehörigen Klempnerarbeiten und der Einrüstung des Gebäudes. Bohr sagt: "Die Arbeiten sind zwar noch nicht ganz fertig, aber nach jetzigem Kenntnisstand bleiben wir im Kostenrahmen."
Dieses Jahr wird die nächste Etage in Angriff genommen: das Erdgeschoss. Für die gesamte Umgestaltung rechnen die Werke mit einer Bauzeit von deutlich mehr als einem Jahr. Daher wird das Vorhaben in zwei bis drei Bauabschnitte unterteilt. Für Abschnitt eins werden weitere 200 000 Euro bereitgestellt. In diesem Bereich sollen zunächst ein Reisezentrum der Deutschen Bahn gebaut, der Eingangsbereich umgestaltet sowie ein Teil des ehemaligen Gaststättenbereichs umgebaut und verpachtet werden - mit einem Backshop, Stehcafé oder andersartigem gastronomischem Betrieb für Reisende. Bohr sagt: "Wir planen derzeit das neue Erdgeschoss und ermitteln die Kosten. Die Ergebnisse werden vermutlich in der Bauausschuss-Sitzung der Verbandsgemeinde Gerolstein Mitte Februar vorgestellt und diskutiert."
Bürgermeister Matthias Pauly (CDU) hatte aber bereits in der jüngsten Sitzung des VG-Rats betont: "Der Umbau des Erdgeschosses muss sich selbst durch Pachteinnahmen tragen. Die Kosten hierfür werden natürlich nicht auf die Wasser- oder Abwassergebühr umgelegt."