Dauerproblem Armut

DAUN. (bb) Die Pfarrei St.Nikolaus lädt am 11. September in Vorbereitung auf den diesjährigen Hungermarsch zu einem Vortrag über die Rolle der Kirche in der Armutsbekämpfung in Bolivien und der Förderung der Jugend des Landes ein.

Der Dauner Hungermarsch 2006 findet am Sonntag, 1. Oktober, unter dem Motto "Ausbildung als Lebenschance" statt. Unterstützt werden zwei Projekte in Bolivien: ein von der Ulmener Ärztin Anneliese Hofer in den Anden gegründetes Ausbildungszentrum für Mädchen und ein von den Salesianern errichtetes Berufsbildungszentrum für Straßenkinder in Santa Cruz. Organisatoren des Hungermarsches sind der Dritte-Welt-Arbeitskreis der Pfarrei St.Nikolaus in Zusammenarbeit mit dem Weltladen und dem Verein Berufe für Bolivien. Im Zusammenhang mit dem Hungermarsch laden die Veranstalter gleichermaßen zu einem Vortrag über die aktuelle Situation in Bolivien ein. Referent ist der Missionsprokurator der Salesianer Don Boscos, Bruder J.P.Muller, der kürzlich von einer Projektreise aus Bolivien zurückgekehrt ist und aktuelle Informationen mitbringt. Er spricht über die neue Politik, nachdem Evo Morales mit großer Mehrheit als erster Indio-Präsident Boliviens gewählt wurde und berechtigte Hoffnung besteht, dass der bisherigen gängigen Korruption ein Ende gesetzt wird und den Indios mehr Gerechtigkeit als bisher zukommt. Er berichtet auch über das Dauerproblem Armut und die Rolle der Kirche dabei und bei der Entwicklung und Förderung der Jugend. Der Vortrag findet am Montag, 11. September, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus in Daun, Burgfriedstraße 6, statt.

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