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Daun: Eifellicht startet am 14. April nächsten Ukraine-Hilfstransport

Hilfsaktion : Eifellicht bereitet nächsten Ukraine-Hilfstransport vor - Weitere Vereine helfen tatkräftig mit

Der Verein Bürger für Bürger, der Gewerbe- und Verkehrsverein und die Pfarreiengemeinschaft Daun haben eine gemeinsame Sammelstelle für Hilfsgüter eingerichtet. Eifellicht e.V. bricht damit zu Ostern in die Ukraine auf. Wie kam es zu dem Zusammenspiel?

Es ist an diesem Nachmittag erst der dritte Annahmetermin im Jugendheim an der Nikolauskirche, und bisher hatte sich die Aktion hauptsächlich durch Mundpropaganda herumgesprochen. Doch im Kellergeschoss lagern bereits kistenweise die haltbaren Lebensmittel sowie Hygieneartikel, außerdem Isomatten, Schlafsäcke, Wolldecken. Im Erdgeschoss stapeln sich Kartons mit Babywindeln und Babynahrung und weitere Lebensmittel.

Markus Göbel, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Daun, fährt als einer der Initiatoren der Sammelaktion soeben mit seinem Kombi direkt an den auf dem Parkplatz davor stehenden Lastwagen von Eifellicht. Proppenvoll sind Kofferraum und Rücksitz von Göbels Privat-PKW mit Hilfsgütern, die aus einer Sammelaktion in Bleckhausen stammen; dort ist der Gemeindereferent der Ortsbürgermeister. Und dann geht es Hand in Hand und Hauruck beim Umladen. Brigitte Hens und Alfred Bauer vom Verein Bürger für Bürger packen ebenso an wie Alexander Chruscz vom Gewerbe- und Verkehrsverein und Ewald Hoffmann und Heinz-Peter Thiel vom Vorstand von Eifellicht.

Eifellicht e.V. hat große Erfahrung in Krisengebieten Osteuropas

„Nachdem wir uns für eine gemeinsame Sammelaktion entschlossen hatten, haben wir am 16. März an einer Lagebesprechung von Eifellicht in Lissingen teilgenommen“, erklärt Alfred Bauer. Noch am selben Abend sei die Zusammenarbeit mit dem seit 30 Jahren in Krisengebieten Osteuropas tätigen Verein verabredet worden. „Für uns ist Eifellicht ein idealer, vertrauenswürdiger Partner“, sagt Bauer. Nun werden an jedem Mittwoch- und Freitagnachmittag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr Sachspenden entgegengenommen. Gerne auch Geldspenden. „Das ist zurzeit sogar am sinnvollsten“, betont Ewald Hoffmann von Eifellicht. „So können wir ganz gezielt einkaufen, was benötigt wird. Zudem erhalten wir beim Einkauf von vielen Firmen Rabatte“, sagt er. Sein Verein halte eine Liste bereit mit den Dingen, die besonders gefragt seien. Für Gründonnerstag, 14. April, ist der nächste Hilfsgütertransport in die Ukraine geplant – „wahrscheinlich mit drei Lastwagen und einem Begleitfahrzeug“, erklärt der zweite Vorsitzende Heinz-Peter Thiel.

Währenddessen sind Sonja Condne und ihre Tochter Marie aus Gillenfeld ans Jugendheim gekommen. Sie sind in Begleitung einer jungen Ukrainerin und ihres neunjährigen Sohnes. Anfang März hätten sich die beiden, nachdem sie ganze zehn Minuten Zeit zum Packen gehabt hätten, auf die fünftägige Flucht nach Deutschland gemacht, erzählt Marie Condne. Seither leben sie bei einer Verwandten in Gillenfeld. Weil die Vier die Öffnungszeit der Dauner Kleiderbörse des Caritasverbands Westeifel e.V. um eine Viertelstunde verpasst hatten, aber von der Sammelaktion im Jugendheim wussten, sind sie kurz entschlossen hierher gekommen. Zwar sind keine Kleidungsstücke abzugeben, aber Mutter und Sohn können sich an anderen Hilfsgütern bedienen, darunter Hygieneartikel sowie Spielsachen und Schreibutensilien für den Jungen.

Bei Fragen zu Spendenmöglichkeiten und zum nächsten Hilfsgütertransport: Eifellicht e.V., Gerolstein, Telefon: 06591/982816, E-Mail: post@eifellicht.de