1. Region
  2. Vulkaneifel

Daun richtet nicht kommerzielles Autokino für ein Wochenende ein

Corona und Freizeit : Auch in Daun gibt es bald ein Autokino

Ein Freizeitvergnügen, das mit Abstand machbar ist: Auf dem Sportplatzgelände im Dauner Stadtteil Rengen werden vom 22. bis 24. Mai Filme gezeigt. Zudem ist ein ökumenischer Gottesdienst vorgesehen.

Im Auto sitzen, Popcorn naschen, Filme schauen: In der Corona-Krise erleben mobile Autokinos einen echten Boom. Auch die Stadt Daun ist dabei: „Auf dem Sportplatzgelände im Dauner Stadtteil Rengen werden vom 22. bis 24. Mai Filme gezeigt“, kündigt Stadtbürgermeister Friedhelm Marder an. Zudem ist ein ökumenischer Gottesdienst vorgesehen.

Eigentlich hätte auf dem Areal ein Jubiläum gefeiert werden sollen: die zehnte Auflage von „Der Detze rockt“, das Musikfestival für die Freunde der etwas härteren Gangart. Aber Corona hat auch dieses Freizeitvergnügen zunichte gemacht – wie praktisch alle Veranstaltungen.

Kein „Daun spielt“ im Juni, kein „Eifel Rallye Festival“ im Juli, keine Laurentiuskirmes im August, kein „Klassiker auf dem Vulkan“. „Komplette Tristesse, was den Veranstaltungskalender 2020 angeht. Da wollen wir zumindest etwas Abwechslung bieten, die unter Einhaltung von Abstands- und Hygienevorschriften machbar ist“, erläutert Marder, wie die Idee für das Autokino entstanden ist.

„Die Menschen würden gerne wieder etwas unternehmen. Ein Autokino bietet in der jetzigen Zeit eine abwechslungsreiche und sichere Möglichkeit für die Freizeitgestaltung.“ Mit im Boot ist unter anderem der Betreiber des Kinopalasts Vulkaneifel, Kurt Römer, und Sebastian Krolik vom Landhotel Müller.

Noch sei man auf der Suche nach Sponsoren, sagt Römer, „aber wir haben schon etliche Zusagen.“ Und auch auf die eingespielte Detze-rockt-Mannschaft kann der Stadtbürgermeister bauen: „Zudem bietet das Gelände mit seiner Infrastruktur optimale Voraussetzungen für unser Vorhaben.“

Geplant ist, das am Freitag und Samstag (22./23. Mai) jeweils zwei Filme gezeigt werden, um 19.30 und 22.30 Uhr. Am Sonntag, 24. Mai, stehen ein ökumenischer Gottesdienst (12 Uhr) und am Nachmittag die Vorführung Kinofilms für Kinder (15 Uhr) auf dem Programm. Möglich wird das, weil eine Leinwand beschafft wird, die auch bei Tageslicht eingesetzt werden kann.

Damit der Zuschauer den Film nicht nur schauen, sondern auch hören kann, braucht es eine Genehmigung von der Bundesnetzagentur. Sie gibt die Erlaubnis dafür, dass die Tonspur der Filme über eine bestimmte UKW-Frequenz an die Autoradios gesendet werden kann. Dabei muss gewährleistet sein, dass diese Frequenzen nicht mit anderen Funksignalen kollidieren und Störungen hervorrufen.

Wo ansonsten gerockt wird, wird es bald Vorführungen im Autokino geben: am Sportplatz oberhalb von Rengen. Foto: Mario Hübner Foto: TV/Mario Hübner

Hinter dem Projekt Autokino stehen übrigens keine kommerziellen Erwägungen, sondern es ist eine Benefizveranstaltung. „Der mögliche Erlös geht an eine soziale Einrichtung“, kündigt der Stadtbürgermeister an.