Daun schafft Platz für Wohnmobile

Daun schafft Platz für Wohnmobile

Nach langer Suche hat die Stadt Daun ein Grundstück für einen Wohnmobilstellplatz gefunden: in der Verlängerung des Krankenhausparkplatzes. Auch bei der Kurparkumgestaltung gibt es Neues: Ein Planungsauftrag ist erteilt worden.

Daun. Einiges von der 2012-Projektliste ist in Daun mittlerweile umgesetzt: Die Arensbergstraße ist nach dem Umbau wieder offen, der Ausbau der Laurentiusstraße ist praktisch erledigt, und es ist nach langer Suche und vielen vergeblichen Anläufen eine Fläche für einen Wohnmobilstellplatz gefunden worden. Sie befindet sich in der Verlängerung des Krankenhausparkplatzes (unterhalb des Autohauses Stark).
Die Grundsatzentscheidung für einen Standort ist gefallen, bis zur Realisierung sind aber noch einige Hürden zu nehmen. Vor allem: Was kostet es, wenn 15 Stellplätze sowie eine zentrale Servicestation zur Bezahlung und Versorgung mit Frischwasser und Abwasserentsorgung eingerichtet werden? Das wird nun ermittelt.
Auch wenn es beim Wohnmobilstellplatz vorangegangen ist, bleiben der Stadt noch genügend "Baustellen" auch fürs kommende Jahr. So sind in den jüngst beschlossenen Nachtragshaushalt der Stadt Planungskosten (30 000 Euro) für den Ausbau der Julius-Saxler-Straße aufgenommen worden.
Die Straße führt durch das Gewerbegebiet Rengen und ist dringend sanierungsbedürftig. Nun wird geprüft, was genau gemacht werden muss und was ein Ausbau kosten wird.

Frühe Ausschreibung: Damit der weitere Ausbau der Laurentiusstraße sowie der anschließenden Alte Darscheider Straße und von Teilen der Straße Im Rosengarten so schnell wie möglich vorbereitet werden kann, stehen im Nachtragshaushalt etwa 700 000 Euro. So kann schon im Winter die Ausschreibung erfolgen, früher als wenn das Geld erst im Haushalt 2013 bereitgestanden hätte, der voraussichtlich im Januar beraten wird. Die Ausschreibungen im Winter haben sich in den vergangenen Jahren ausgezahlt: Die tatsächlichen Baukosten waren bei vielen Projekten deutlich niedriger als ursprünglich kalkuliert.

Ersatz fürs Kurparkfest?: Auch die Umgestaltung des Kurparks steht nach wie vor auf der Tagesordnung. Deshalb haben auch einige aufgehorcht, als der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins (GVV) Daun, Dieter Wilhelm, in der Mitgliederversammlung ein neues Projekt ankündigte. Parallel zum verkaufsoffenen Sonntag im Juni 2013 werde die Aktion "Daun spielt" stattfinden, mit der Erarbeitung des Konzepts werde bald begonnen.
Ein Spielfest? Gibt es in Daun nicht so etwas schon mit dem traditionellen Kurparkfest? Will der GVV damit konkurrieren? Nein, sagt Wilhelm, der als Stadtbeigeordneter zusammen mit Manfred Krag (ebenfalls Beigeordneter) für die Stadt an den Kurpark-Gesprächen beteiligt ist. Stand der Dinge ist: Der Förderantrag liegt beim Land vor, die Planung ist an das Büro Stadt-Land-Plus und die Gartenbauexpertin Heike Boomgaarden vergeben worden. Wilhelm hofft, dass so früh wie möglich im kommenden Jahr mit dem Umbau des Kurparks begonnen werden kann.

Komplett neue Planung: Ursprünglich war auch geplant, den Michel-Reineke-Platz (der große Parkplatz zwischen Schulzentrum und Innenstadt mit kostenlosen Stellplätzen) für rund 70 000 Euro zu befestigen. Das Vorhaben wurde aber gestoppt, nachdem sich die Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) eingeschaltet hatte.
Am Michel-Reineke-Platz ist auch die zentrale Bushaltestelle der Stadt. Dort gibt es laut RMV immer wieder Schwierigkeiten mit der An- und Abfahrt der täglich gut 120 Busse, die den Platz anfahren, was zu Verzögerungen im Fahrplan führt.
Die Stadt hat diese Anregung aufgegriffen und die Planung neu in Auftrag gegeben. Dabei hofft sie auf neue Zuschussmöglichkeiten, wenn nicht nur der Platz befestigt, sondern auch die zentrale Busanlaufstelle neu gestaltet wird. Zudem könnten eine öffentliche Toilette sowie neue Unterstellmöglichkeiten (die derzeitige sehen viele als Schandfleck für die Stadt) entstehen. Die Planung und Finanzierung ist aber so aufwendig, dass erst 2014 damit mit der Veränderung zu rechnen ist,
Über das in diesem Jahr Erreichte und was für 2013 ansteht, darüber wird in der Einwohnerversammlung der Stadt Daun am Donnerstag, 22. November, im Forum Daun informiert. Beginn ist um 19 Uhr. Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen erläutert die finanzielle Situation der Stadt, der Leiter der Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung, Matthias Brauns, und sein Stellvertreter Günter Schenk werden über die Baumaßnahmen berichten. Sie stehen auch zur Beantwortung von Fragen bereit.
Extra

Haushalt der Stadt Daun: Gegenüber dem Ursprungs-haushaltsplan 2012 haben sich die Zahlen im Nachtragsetat etwas verbessert. Das Defizit verringert sich von bislang 2,165 Millionen Euro auf 1,732 Millionen Euro. Der Gesamtetat beläuft sich auf etwa 13,7 Millionen Euro. Einen ausgeglichenen Haushalt hat es in der Stadt seit den 1990er Jahren nur selten gegeben: 2008 war dank der Rekord-Gewerbesteuereinnahme von mehr als acht Millionen Euro der Stadtetat erstmals nach vielen Jahren wieder einmal ausgeglichen. sts